Bild: SWR/MenneDer Sendeplatz um 18:50 Uhr ist eine der größten Baustellen im Programm des Ersten. Zwischen den Vorabendsoaps und dem "Quiz mit Jörg Pilawa" probierte der Sender schon dutzende Formate unterschiedlichster Machart aus. Von Programmperlen wie "Türkisch für Anfänger" über eine Telenovela bis zu Wiederholungen längst gezeigter Formate. Wirklich gut funktioniert hat bislang nichts.

Seit Dienstag wird nun "Verstehen Sie Spaß?"-Resteverwertung betrieben - das dürfte immerhin billig sein, großen Erfolg verspricht es hingegen eher nicht. Die erste Folge sahen am Dienstag nur 1,81 Millionen Zuschauer ab drei Jahren. Der "Marienhof" direkt davor hatte noch 2,5 Millionen Zuschauer, "Das Quiz mit Jörg Pilawa" kam direkt im Anschluss auf über 4,5 Millionen Zuschauer ab drei Jahren. Der Marktanteil für "Das Beste aus 'Verstehen Sie Spaß?'" lag dann beim Gesamtpublikum auch nur bei sehr schwachen 7,3 Prozent. Ein Blick auf die Quotenverlaufskurve macht deutlich: Es ist der Audience Flow zwischen den Soaps und dem nachfolgenden Programm, der nicht funktioniert. Nach einem starken Einbruch beim Sendungswechsel gewinnt das "Verstehen Sie Spaß"-Best of dann im Lauf der Sendung Zuschauer hinzu.


Am Vorabend auch für die ARD nicht unwichtig: Die Zahl der 14- bis 49-jährigen und somit werberelevanten Zuschauer. Hier lag das Versteckte Kamera-Recycling mit einem Marktanteil von 5,8 Prozent nicht ganz so weit vom ARD-Schnitt entfernt wie beim Gesamtpublikum. Und immerhin: "Das Quiz mit Jörg Pilawa" läuft trotz der tollen Zuschauerzahlen beim Gesamtpublikum bei den Jüngeren sogar noch schlechter. So konnte das Format nur 4,4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen erzielen. Von über 4,5 Millionen Zuschauern waren gerade mal rund 200.000 jünger als 40 Jahre.