Schillerstraße - Jürgen VogelAls die "Schillerstraße" am 20. April 2007 zum letzten Mal bei Sat.1 in alter Besetzung mit Cordula Stratmann lief, war irgendwie die Luft raus. Die Quoten dümpelten in den Monaten zuvor meist nur noch um den Senderschnitt herum. Die allerletzte Folge kam gerade mal auf 10,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Angesichts dessen war es offenbar eine gute Idee, dem Format eine lange Pause zu gönnen - und mit dem Schauspieler Jürgen Vogel eine überraschenden und prominenten Nachmieter für die "Schillerstraße" zu suchen.

Am Freitagabend verlief das Comeback für die Impro-Comedy in jedem Fall äußerst vielversprechend: Mit 1,98 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern erreichte die erste Ausgabe der neuen "Schillerstraße" einen hervorragenden Marktanteil von 17,2 Prozent in der Zielgruppe und sicherte sich auch prompt den Tagessieg in der Zielgruppe gleichauf mit dem Rückrunden-Auftakt der Fußball-Bundesliga im Ersten. Zum Vergleich: "Godzilla" musste sich bei ProSieben mit 12 Prozent Marktanteil zufrieden geben, "Wer wird Millionär" litt besonders und kam gerade mal auf 11,5 Prozent Marktanteil. Insgesamt sahen 2,95 Millionen Zuschauer ab drei Jahren das "Schillerstraßen"-Comeback, was beim Gesamtpublikum einem Marktanteil von 9,5 Prozent entsprach.

Nach dem tollen Start in den Abend war es für Sat.1 allerdings schnell vorbei mit der Herrlichkeit: Die neue Show "Mister Perfect - Der Männertest" kam im Anschluss nicht über einen Marktanteil von 9,8 Prozent in der Zielgruppe hinaus. Bei Sat.1 dürfte man noch darauf hoffen, dass es in der kommenden Woche ohne Bundesliga im Gegenprogramm vielleicht besser läuft. Auch "Ladykracher" tat sich danach mit 9,8 Prozent Marktanteil schwer. Erst "Die dreisten Drei" konnten mit 12,5 Prozent Marktanteil wieder punkten. Um 23:15 Uhr startete dann noch die zweite Staffel von "Two Funny", erreichte mit 11,2 Prozent Marktanteil aber eher durchwachsene Werte.