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Ein Montag zum Vergessen...

ARD versagt am Vorabend und in der Primetime

 

Die ARD-Themenwoche "Ist doch Ehrensache" läuft weiter weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Kaum jemand wollte "Gut sein auf Probe" am Montagabend sehen. Am Vorabend schwächelte nicht nur "Eine für alle" weiter

von Uwe Mantel
12.05.2009 - 09:48 Uhr

Das ErsteEs ist zwar ehrenwert, dass die ARD mit ihrer Themenwoche "Ist doch Ehrensache!" über freiwilliges, ehrenamtliches Engagement berichtet - doch das Publikum interessiert das bislang herzlich wenig. Am Samstag ging schon die Show "Deutschland tut was!" mit nur 1,62 Millionen Zuschauern ab drei Jahren und 6,1 Prozent Marktanteil unter, am Montag unterbot die Reportage "Gut sein auf Probe - Ein Egoist engagiert sich" das sogar noch einmal.

Nur 1,43 Millionen Zuschauer sahen ab 20:15 Uhr insgesamt zu, das reichte nur für miserable 4,7 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 3,2 Prozent Marktanteil sogar noch schlechter aus. Nur wenig besser erging es danach dem zweiten Teil der Doku "Mein Deutschland", die mit 1,91 Millionen Zuschauern ab drei Jahren nicht über 6,6 Prozent Marktanteil hinaus kam.

Während man sich bei diesen Sendungen immerhin noch darauf berufen konnte, anspruchsvolles und hochwertiges Fernsehen zu produzieren, das leider kaum jemand sehen will, blamierte man sich am Vorabend mit Formaten, wie sie die Privaten nicht seichter produzieren könnten. So startete der Megaflop "Eine für alle" mit weniger als einer Million Zuschauern noch schlechter als sonst in die neue Woche. Die Marktanteile 4,6 Prozent beim Gesamtpublikum, 3,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Selbst der so viel gescholtene Bruce hatte da am ARD-Vorabend einst deutlich mehr zu bieten.

Doch "Eine für alle" ist längst nicht mehr das einzige Sorgenkind am ARD-Vorabend. Auch die beiden anderen Daily Soaps haben inzwischen Probleme. "Verbotene Liebe" blieb mit 1,52 Millionen Zuschauern ab drei Jahren ebenso im einstelligen Marktanteils-Bereich wie im Anschluss der "Marienhof", den 1,58 Millionen Zuschauer sehen wollten. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen, die die ARD am Vorabend ebenfalls im Blick hat, sah es mit 6,9 und 8,1 Prozent Marktanteil ziemlich mau aus. Und selbst Jörg Pilawa kann nicht mehr überzeugen: Mit 2,46 Millionen Zuschauern kam er nicht über 10,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum hinaus. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag er mit 3,7 Prozent Marktanteil auf "Eine für alle"-Niveau.

Die ganze Misere am ARD-Montag wird aus inhaltlicher wie Quoten-Sicht auch durch eine weitere Tatsache deutlich: Die meistgesehene Sendung des Tages nach der "Tagesschau" lief mit knapp drei Millionen Zuschauern schon nachmittags um 15:10 Uhr. Es war die Telenovela "Sturm der Liebe".

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