Millionärswahl © ProSiebenSat.1
Noch 1,9 Prozent Marktanteil

ProSieben-"Millionärswahl" wird zum Millionengrab

 

Treffer, versenkt! Mit der Verlegung auf den späten Samstagabend hat ProSieben seiner "Millionärswahl" den Gnadenschuss gegeben, Reichweiten und Quoten waren unterirdisch. Der einzige Lichtblick: In einer Woche ist der Spuk vorbei.

von Timo Niemeier
19.01.2014 - 10:06 Uhr

In den vergangenen Wochen haben ProSieben und Sat.1 keine Kosten und Mühen gescheut, um die "Millionärswahl" zu bewerben. Vom "digitalen 'Wetten, dass..?'" sprach Brainpool-Chef Jörg Grabosch im Vorfeld der Sendung. Nach der Premiere wurde aber schnell klar, dass die Zuschauer sich das irgendwie anders vorgestellt hatten. So zogen beide Sender schon nach der zweiten Folge die Reißleine, verkürzten das Format drastisch und verbannten es auf den späten Samstagabend. Dort musste es zu allem Übel nun auch noch gegen das RTL-Dschungelcamp antreten. 

Das Ergebnis: Nur noch 210.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren schalteten die Live-Show ab 22:43 Uhr ein. Da hatte das Dschungelcamp bei RTL längst Fahrt aufgenommen. Der Marktanteil lag bei desaströsen 3 Prozent. Insgesamt schalteten 310.000 Zuschauer ab drei Jahren ein, das bescherte ProSieben noch schlechtere 1,9 Prozent. Am kommenden Samstag zeigt ProSieben ab 22.30 Uhr das Finale der Show. 

Auch zur besten Sendezeit lief es für ProSieben nicht rund. Nur 910.000 junge Zuschauer interessierten sich für das Melodram "Sieben Leben" aus dem Jahr 2008. 7,9 Prozent Marktanteil sind für ProSieben Werte, die deutlich unterhalb des Senderschnitts liegen. Etwas besser schlug sich Sat.1, das mit "Bad Teacher" auf 1,07 Millionen 14- bis 49-Jährige kam und 9,3 Prozent erzielte. Bei der Erstausstrahlung erreichte die Komödie mit Cameron Diaz allerdings noch deutlich bessere 21,4 Prozent. Damals, im August 2013, lief der Film noch bei ProSieben. 

Ab 22.15 Uhr unterhielt Sat.1 mit dem Schuldrama "Die Welle" noch 750.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren, der Marktanteil lag bei 8 Prozent. Kein guter Wert, aber an ProSieben sieht man, dass es auch deutlich schlechter hätte laufen können. Insgesamt schalteten noch 1,16 Millionen Menschen ein. 

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