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Schlechtes Omen für Levina?

Schwächster ESC-Vorentscheid seit fünf Jahren

 

Völlig unbekannte Musiker als Anwärter für den deutschen ESC-Beitrag und eine dreistündige Show - die Voraussetzungen für gute Quoten hätten besser sein können. Die Zuschauer haben Das Erste für diese Mischung jedenfalls prompt abgestraft.

von Timo Niemeier
10.02.2017 - 08:47 Uhr

Isabella Levina Lueen
© NDR/Willi Weber
Isabella Levina Lueen fährt für Deutschland zum diesjährigen Eurovision Song Contest nach Kiew. Sie ist die Gewinnerin des dreistündigen Vorentscheids, den Das Erste am Donnerstagabend ausgestrahlt hat. 3,14 Millionen Menschen sahen sich die Show an, das war die niedrigste Reichweite seit 2012 - damals wurde im Rahmen von "Unser Star für Baku" Roman Lob gefunden. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gingen rund 1,30 Millionen Zuschauer verloren. Der Marktanteil lag am Donnerstag jedenfalls bei enttäuschenden 10,8 Prozent.

Auch beim jungen Publikum lief es alles andere als nach Plan: 1,08 Millionen Zuschauer waren zwischen 14 und 49 Jahren alt und bescherten dem Ersten so 10,3 Prozent Marktanteil. Das ist zwar mehr als der aktuelle Senderschnitt, aber bei der Marke ESC auch nicht gerade zufriedenstellend. Auch hier lief es nach 2012 stets besser. Zu schaffen hat dem ESC-Vorentscheid neben der eigenen Schwäche auch die Stärke des Gegenprogramms gemacht: "Germany’s Next Topmodel" startete gut in die neue Staffel und "Der Lehrer" bei RTL kennt ohnehin keine Schwäche.

Den Tagessieg sicherte sich am Donnerstag jedenfalls das ZDF: "Der Bergdoktor" kam dort auf 7,07 Millionen Zuschauer und 21,1 Prozent Marktanteil. Selbst beim jungen Publikum war man mit 1,11 Millionen Zuschauern erfolgreicher als Das Erste und der ESC-Vorentscheid, nur aufgrund der kürzeren Laufzeit lag der Marktanteil mit 9,3 Prozent im einstelligen Bereich.

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