Polizeiruf 110 © ARD
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"Polizeiruf" siegt trotz Delle, WDR punktet mit BVB

 

Das Erste hat mit dem "Polizeiruf" in der Primetime die meisten Zuschauer am Sonntag unterhalten, dennoch war es eine eher schwächere Ausgabe der Krimireihe. Der WDR punktete am Nachmittag mit der Pokalsause des BVB.

von Timo Niemeier
29.05.2017 - 09:17 Uhr

6,58 Millionen Menschen haben sich am Sonntag zur besten Sendezeit für die neueste Ausgabe des "Polizeiruf 110" entschieden und dem Ersten damit dem Tagessieg beschert - keine andere Sendung erreichte noch mehr Zuschauer. Mit den erzielten 22,2 Prozent Marktanteil kann man beim Sender natürlich sehr zufrieden sein, zumal es auch beim jungen Publikum mit 2,01 Millionen Zuschauern und 20,0 Prozent Marktanteil für den Tagessieg reichte. Dennoch muss auch erwähnt werden: Normalerweise läuft es immer noch ein bisschen besser.  Die knapp sechseinhalb Millionen Zuschauer waren die niedrigste Reichweite seit September vergangenen Jahres.

Im Anschluss verfolgten noch 3,77 Millionen Zuschauer den Talk bei "Anne Will" über Donald Trump. Auch das reichte noch zu guten 14,3 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen ging es allerdings recht deutlich auf 7,3 Prozent zurück. Ebenfalls zufrieden sein kann man beim ZDF: Die Tragikomödie "Fluss des Lebens - Geliebte Loire" kam in der Primetime auf 4,05 Millionen Zuschauer und 13,6 Prozent. Das "heute-journal" wollten danach sogar 4,45 Millionen Menschen sehen, das hatte 15,7 Prozent Marktanteil zur Folge.

Und auch "Inspector Banks" machte seine Sache am späten Abend mit 3,04 Millionen Zuschauern und 13,9 Prozent sehr gut. Weil es für das ZDF besonders am Vorabend deutlich besser lief als für Das Erste, landeten die Mainzer am Ende des Tages auch vorn. Mit einem Tagesmarktanteil in Höhe von 11,3 Prozent lag man gleichauf mit RTL, Das Erste musste sich auf Rang drei mit 10,6 Prozent begnügen. Beim jungen Publikum lag Das Erste (6,8 Prozent) allerdings wieder vor dem ZDF (5,6 Prozent).

Gute Quoten erreichte am Sonntag auch der WDR: Den Empfang von Borussia Dortmund nach dem Pokalsieg gegen Eintracht Frankfurt ließen sich ab 16 Uhr 420.000 Menschen nicht entgehen, schon bundesweit reichte das für 2,9 Prozent Marktanteil. Im Sendegebiet erreichte der WDR damit sogar 9,1 Prozent Marktanteil. Zum Vergleich: Das Relegationsspiel zwischen FC Viktoria Köln und Carl Zeiss Jena sahen davor nur 230.000 Menschen. National entsprach das 1,5 Prozent Marktanteil, im Sendegebiet waren es 4,2 Prozent.

Dass es für den WDR beim BVB-Empfang nicht noch mehr Zuschauer waren, lag ganz sicher auch daran, dass Das Erste ebenfalls in die Übertragung mit eingestiegen war. Hier sahen noch einmal 1,16 Millionen Menschen zu. Für sich genommen eine gewaltige Zahl - umgerechnet entsprach das aber nur 8,1 Prozent Marktanteil.

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