Schulz & Böhmermann © ZDF/btf
"Schluz & Böhmermann" legt zu

Bestwert für ZDFneo-Talk, Benefizkonzert tut sich schwer

 

"Schulz & Böhmermann" machten aus der Vorlage von "Marie Brand" zwar letztlich zu wenig, steigerten sich aber auf einen Jahresbestwert. Im rbb Fernsehen tat sich "One Love Manchester" unterdessen schwer. Auch so mancher Pfingst-Marathon enttäuschte.

von Marcel Pohlig
05.06.2017 - 09:51 Uhr

Das kurzfristig ins Leben gerufene Benefizkonzert zugunsten der Opfer und Angehörigen des Anschlages in Manchester war am Sonntagabend auch im rbb Fernsehen zu sehen. Das Interesse an der dortigen als live beworbenen, aber letztlich nur zeitversetzten Übertragung fiel eher verhalten aus. Im Schnitt verfolgten 280.000 Zuschauer das mehr als drei Stunden lange Event. Das rbb Fernsehen erzielte damit einen bundesweiten Marktanteil von 1,1 Prozent. Im eigenen Sendegebiet lief es zwar etwas besser, mit 3,2 Prozent bewegte sich "One Love Manchester" allerdings dennoch weit unter dem Gewohnten. In der Zielgruppe sahen bundesweit übrigens 140.000 Zuschauer zu, was einem Marktanteil von 1,7 Prozent entspricht. Das nach hinten verschobene "Wer weiß denn sowas?" sahen anschließend noch insgesamt 160.000 Zuschauer.

Erfolgreicher war das NDR Fernsehen am späteren Abend. Der Auftakt der neuen Staffel von "Kaum zu glauben!" wurde dort von starken 1,40 Millionen Zuschauern gesehen. Das NDR Fernsehen erzielte damit bundesweit bereits einen sehr starken Marktanteil von 5,1 Prozent; im eigenen Sendegebiet wurden mit 680.000 Zuschauern sogar ausgezeichnete 13,0 Prozent erreicht. Auch im Anschluss lief es für das NDR Fernsehen mit "Gefragt – Gejagt" noch gut. 790.000 Zuschauer sahen das Quiz mit Alexander Bommes, was bundesweiten 3,6 Prozent entspricht. In der Zielgruppe blieben 90.000 Zuschauer dran. Kai Pflaume erreichte zuvor mit "Kaum zu glauben!" 170.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren, was bundesweit einem Marktanteil von 1,8 Prozent entspricht.

Bei ZDFneo steigerten sich "Schulz & Böhmermann" unterdessen auf einen Jahresbestwert. 220.000 Zuschauer sahen die neueste Ausgabe des Talks, was 1,3 Prozent entspricht. In der Zielgruppe schalteten 120.000 Zuschauer ein, womit ZDFneo einen Marktanteil von 1,7 Prozent erreichte. Auch das sind Jahresbestwerte. Nüchtern betrachtet haben Olli Schulz und Jan Böhmermann aus einer guten Vorlage dennoch zu wenig für die mittlerweile gewachsenen Ansprüche von ZDFneo gemacht: Zwei Folgen von "Marie Brand" unterhielten zuvor 1,00 beziehungsweise 1,01 Millionen Zuschauer, womit ZDFneo insgesamt tolle 3,5 und 3,9 Prozent erzielte. In der Zielgruppe sahen zwischen 180.000 und 200.000 Zuschauer zu, was Marktanteilen von 2,1 und 2,2 Prozent entspricht.

Der Pfingstsonntag wurde von einigen Sendern unterdessen für Marathonprogrammierungen genutzt. Was bei Sat.1 Gold, das ab 14:00 Uhr durchgehend auf "K 11 – Kommissare im Einsatz" setzte, mit Marktanteilen von bis zu 4,0 Prozent durchaus von Erfolg gekrönt war, erwies sich bei anderen Sendern nicht unbedingt als die beste Idee. Bei RTL Nitro etwa bewegten sich acht Folgen der "Profit-Profis" nur zwischen 0,9 und 1,5 Prozent, nachdem "American Pickers" mit mehreren Folgen am Stück immerhin mehrmals die Marke von zwei Prozent übersprang. Bei DMAX punkteten tagsüber zwar "Die Raritäten-Jäger" mit den ersten Folgen, die teilweise bis zu 2,9 Prozent erzielten, im Verlaufe des Tages ging dem Format aber der Saft aus. Als man in der Primetime auf einen Marathon der "Auction Hunters" wechselte, sahen zunächst nur 20.000 Zuschauer in der Zielgruppe zu, womit DMAX miese 0,2 Prozent verzeichnete. Erst mit der vierten Folge sollte immerhin wieder eine 1 vor dem Komma stehen, erst nach Mitternacht waren dann auch wieder mehr als zwei Prozent drin.

Eine kuriose Marathonprogrammierung behielt sich One vor. Dort wiederholte man die komplette Serie "Love, Nina" am Stück. Und weil dann offenbar noch immer Programm zu füllen war, wiederholte man sie im Anschluss gleich ein weiteres Mal in Gänze. Von Erfolg gekrönt war dieses Vorgehen nicht: Hatte der erste Durchlauf zumindest bei zwei Folgen noch 10.000 Zuschauer in der Zielgruppe, sahen beim zweiten Durchlauf offiziell keine Zuschauer zwischen 14 bis 49 Jahren zu. Auch insgesamt tat sich die BBC-Serie mit 10.000 bis 30.000 Zuschauern beim zweiten Durchlauf schwerer; mit 20.000 bis 80.000 Zuschauern und Marktanteilen von 0,1 bis 0,6 Prozent war aber auch der erste Durchlauf kein Hit. "Spuren der Rache" wurde in der Primetime von insgesamt 180.000 Zuschauern gesehen, was 0,6 Prozent entspricht. In der Zielgruppe sah niemand zu.

Bei RTLplus erwies sich unterdessen "Medicopter 117 – Jedes Leben zählt" in der Primetime als Hit. Mit jeweils 1,5 Prozent in der klassischen Zielgruppe stellten beide Folgen neue Bestwerte auf. Die erste wurde von 120.000 Zuschauern gesehen, die zweite konnte noch 20.000 hinzugewinnen. Insgesamt sahen 190.000 Zuschauer die erste Folge des einstigen RTL-Hits; die zweite steigerte sich dann auf 210.000 Zuschauer. RTLplus erzielte mit der Produktion jeweils einen Marktanteil von 0,7 Prozent.

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