Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Die Formel 1 befindet sich aus Quotensicht weiter im Aufwind. Das zeigte sich auch am Sonntagabend, als der Große Preis von Kanada in unmittelbarer Konkurrenz zum "Tatort" ausgetragen wurde. An der erfolgreichen Krimi-Reihe, die fast sieben Millionen Zuschauer ins Erste lockte, kam der Grand Prix zwar nicht vorbei, dennoch kann man sich bei RTL über hohe Quoten freuen. 5,11 Millionen Zuschauer bedeuteten die höchste Reichweite für ein Kanada-Rennen seit 2013, der Marktanteil belief sich auf sehr gute 16,9 Prozent.

Und auch beim jungen Publikum schlug sich die Formel 1 überzeugend: 1,74 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer trieben den Marktanteil ab kurz nach 20 Uhr im Schnitt auf 17,0 Prozent - hier muss man sogar fünf Jahre zurückgehen, um einen höheren Wert bei einem Formel-1-Rennen in Kanada zu finden. Selbst die Vorberichterstattung schlug sich mit 2,53 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 13,8 Prozent in der Zielgruppe bereits ordentlich, einzig die Highlights blieben später mit nur 11,4 Prozent vergleichsweise blass.

"Spiegel TV" konnte zudem im weiteren Verlauf des Abends nicht von der Formel 1 profitieren und enttäuschte mit nur 1,35 Millionen Zuschauern sowie 8,7 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum. Auch tagsüber hatte sich RTL bereits zeitweise mit einstelligen Marktanteilen begnügen müssen. Das erklärt dann auch, weshalb der Marktanteil des Senders am Sonntag trotz des Erfolgs in der Primetime letztlich bei nur 11,2 Prozent in der Zielgruppe lag. Für die Marktführerschaft zum Wochenausklang reichte das aber trotzdem.

Zufrieden kann man übrigens auch bei Sky sein: Dort lockte das Rennen am Sonntagabend zusätzlich zur RTL-Übertragung noch einmal 570.000 Fans vor den Fernseher - all jene, die in Bars und Kneipen dabei waren, sind hier wie immer noch nicht eingerechnet. In der Zielgruppe belief sich der Marktanteil des Bezahlsenders auf sehr gute 2,7 Prozent. Gegenüber den vergangenen Jahren konnte sich Sky somit deutlich steigern.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV