Die Nachrichtensender N24 und n-tv verzeichneten mit ihrer Berichterstattung vom G20-Treffen und den Krawallen im Umfeld des Gipfeltreffens an den vergangenen beiden Tagen einen hohen Zuspruch, wie bereits beim Blick auf die Tagesmarktanteile ersichtlich wird: In der Zielgruppe rangieren beide Info-Kanäle mit 3,0 Prozent (N24) beziehungsweise 2,8 Prozent (n-tv) direkt hinter den großen Acht, auch insgesamt lief es für die Nachrichtensender mit 2,3 beziehungsweise 2,2 Prozent gut.

N24 entschied sich am Samstag für eine durchgehende Live-Strecke zwischen 07:00 Uhr und 19:00 Uhr und erreichte mit dieser Strecke im Schnitt einen Marktanteil von zweieinhalb Prozent in der klassischen Zielgruppe. Am meisten Zuschauer hatten die Berliner mit ihrer Sondersendung zum G20-Gipfel gegen 12:30 Uhr, als dieser Sendeblock von durchschnittlich 460.000 Zuschauern gesehen wurde. N24 erreichte zu diesem Zeitpunkt einen Marktanteil von starken 5,6 Prozent beim Gesamtpublikum. In der Zielgruppe sahen 200.000 Zuschauer zu, womit der Springer-Kanal gar einen Marktanteil von sechseinhalb Prozent erzielte. In der Spitze sahen bei N24 bis zu 520.000 Zuschauer die Berichterstattung im Mittagsprogramm.

Bei n-tv lief es insbesondere in den Morgenstunden gut. Mit den "News Spezials" erreichten die Kölner am Samstagmorgen bis zu 8,0 Prozent beim Gesamtpublikum, in der Spitze schalteten 420.000 Zuschauer ein. In der klassischen Zielgruppe erreichte n-tv mit seiner Sonderberichterstattung bis zu 8,2 Prozent. Als Angela Merkel am Nachmittag mit ihrer Abschlussrede vor die Kameras trat, erzielte n-tv im Schnitt 3,2 Prozent beim Gesamtpublikum. In der klassischen Zielgruppe schalteten 4,4 Prozent der Fernsehzuschauer ein. Als n-tv in der Nacht auf Sonntag gegen 01:00 Uhr noch einmal mit "Breaking News" zu den neuerlichen Krawallen auf Sendung ging, markierte der Sender in der Zielgruppe nochmal 3,2 Prozent.

Bereits am Freitag waren beide Sender gefragt und brachten es in der Zielgruppe jeweils auf einen Marktanteil von 2,9 Prozent. Insgesamt war n-tv mit 2,5 Prozent einen Hauch gefragter; N24 kam hier auf dennoch gute 2,4 Prozent. Letztere überzeugten die Zuschauer vor allem mit der in den sozialen Netzwerken vielbeachteten Übertragung von Beethovens 9. Sinfonie. Eine Stunde lang verzichtete N24 auf jeden Kommentar und sendete das Konzert aus der Elb-philharmonie und sendete im Splitscreen dazu Live-Bilder der Auseinandersetzungen auf den Straßen Hamburgs. 180.000 Zuschauer erreichte der Sender damit; eigenen Angaben zufolge sahen weitere zirka 50.000 Zuschauer die Übertragung auf dem Online-Angebot der "Welt".

n-tv freut sich unterdessen über 7,18 Millionen Netto-Zuschauer, die über den Freitag verteilt einschalteten. Der Kölner Nachrichtensender erreichte mit seinen monothematischen Sondersendungen im "News Spezial" über den Tag hinweg bis zu 4,0 Prozent beim Gesamtpublikum, mit den "Breaking News" brachten es n-tv gar auf bis zu 5,7 Prozent. Die aktuell produzierte Reportage "Alarm in Hamburg – Der G20 Gipfel" wurde am Vorabend von 280.000 Zuschauern gesehen und konnte nach Mitternacht noch einmal 440.000 Zuschauer informieren. Zu diesem Zeitpunkt erreichte n-tv mit der Reportage insgesamt starke 5,1 Prozent. In der Zielgruppe schalteten 290.000 Zuschauer ein, womit die Kölner sehr starke 7,7 Prozent markierten. Mit den zuvor gesendeten Nachrichten erreichte n-tv sehr gute 5,7 Prozent, in der Stunde davor im Schnitt 330.000 Zuschauer und 5,6 Prozent für das einstündige "News Spezial". Insgesamt informierten sich zu dieser Zeit im Schnitt 670.000 Zuschauer bei n-tv über die Krawalle auf Hamburgs Straßen (4,0 Prozent).

Bei N24 informierten sich zur gleichen Zeit im Schnitt weitere 710.000 Zuschauer über die Lage in Hamburg. Insgesamt erreichte N24 damit einen Marktanteil von 4,2 Prozent. In der Zielgruppe schalteten 300.000 Zuschauer ein, was 5,1 Prozent entspricht; in der Spitze waren es gar 9,0 Prozent. Ab Mitternacht informierten sich noch 510.000 Zuschauer bei N24; in der Zielgruppe waren es 250.000 Zuschauer und starke 5,6 Prozent. Im digitalen Bereich verzeichnete N24 am Freitag eigenen Angaben zufolge insgesamt sieben Millionen Video-Views, wovon 2,8 Millionen auf der Homepage der "Welt" erzielt wurden. Als der Livestream phasenweise auch bei Bild.de zu sehen war, kamen weitere 21.000 Views hinzu.