Promi Big Brother © SAT.1
Leichte Ernüchterung

"Promi Big Brother": Auftaktshow schwach wie nie

 

Über drei Stunden spendierte Sat.1 dem Großen Bruder am Freitagabend zum Start, doch letztlich erreichte "Promi Big Brother" trotzdem nur die bislang schwächsten Werte. Für Sat.1 lief es dennoch deutlich besser als für ProSiebens Spielfilmkost.

von Marcel Pohlig
12.08.2017 - 08:54 Uhr

"Alles oder Nichts" lautet in diesem Jahr das Motto bei "Promi Big Brother". In gewisser Weise gilt dies auch für die Quoten der Reality-Show: Nach der ernüchternden vierten Staffel sollen die Werte mit allerhand Änderungen wieder nach oben schnellen. Zum Auftakt gelang dies nur bedingt. Schaut man sich die absoluten Zahlen an, lag "Promi Big Brother" mit 2,07 Millionen Zuschauern nur hauchdünn oberhalb des Finalwertes von 2016. Das war zudem der bislang schwächste Startwert der Reality-Show.

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Blick auf die Zielgruppe. 1,01 Millionen Zuschauer verfolgten die Auftaktshow, womit Sat.1 zum Start genau dreizehn Prozent einfuhr. Das ist kein schlechter Wert – für ein groß beworbenes Event hätte aber auch durchaus mehr drin sein dürfen. Auch hier ist es der bislang schwächste Auftakt von "Promi Big Brother". Spannend wird entsprechend die Entwicklung in den kommenden Tagen, wenn klar wird, wie sich das Zusammenleben im Haus gestaltet. Auch in der Vergangenheit entwickelten sich die Quoten nach dem Auftakt – zuletzt nach unten, davor aber auch deutlich nach oben.

Zuschauer-Trend: Promi Big Brother – Auftaktshows
Promi Big Brother

Immerhin sorgte Sat.1 aber für etwas Freude im sonst so trüben Unterföhring. ProSieben konnte mit "Let's Be Cops – Die Party Bullen" zur besten Sendezeit nämlich lediglich 480.000 Zuschauer in der Zielgruppe unterhalten und markierte damit miese 5,8 Prozent. Auch "Snitch – Ein riskanter Deal" konnte anschließend angesichts von nur 5,8 Prozent überhaupt nichts reißen. Bei kabel eins enttäuschte "Navy CIS" zur besten Sendezeit mit nur 230.000 Zuschauern und 3,0 Prozent in der Zielgruppe. Insgesamt sahen 840.000 Zuschauer zu. Der Ableger aus New Orleans erreichte anschließend in der Zielgruppe 220.000 Zuschauer und miese zweieinhalb Prozent. "The Mentalist" steigerte sich anschließend immerhin auf 4,0 Prozent und konnte gegen Mitternacht dann gar 7,8 Prozent vorweisen.

Den Tagessieg musste "Promi Big Brother" dennoch anderen überlassen. Die Leichtathletik-WM überzeugte nämlich nicht nur sehr viele Zuschauer beim Gesamtpublikum – 4,68 Millionen um genau zu sein – sondern setzte sich auch in der Zielgruppe an die Spitze. 1,10 Millionen Zuschauer sahen den Wettbewerb, die kurze "Sportschau"-Sequenz zu Beginn sogar 1,13 Millionen Zuschauer. Das Erste erreichte damit Marktanteile von 13,4 und 14,7 Prozent. Insgesamt reichte es für tolle 17,1 Prozent beim Wettbewerb. Am Vorabend verfolgten bereits 2,01 Millionen Zuschauer die Leichtathletik-WM, was zu dieser Zeit aber nur 9,1 Prozent entspricht. In der klassischen Zielgruppe sahen 380.000 Zuschauer zu, womit 6,8 Prozent erzielt wurden.

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