Maximilian - Das Spiel von Macht und Liebe © ZDF/Milenko Badzic
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Teures ZDF-Epos enttäuscht, "Tatort"-Jubiläum punktet

 

Das dreiteilige, 15 Millionen Euro teure ZDF-Epos "Maximilian - Das Spiel von Macht und Liebe" fand auch zum Abschied nicht mehr in die Erfolgsspur. Um 20:15 Uhr lag Das Erste vorn, ohne zu glänzen, während der WDR mit dem Kölner "Tatort"-Jubiläum punktete.

von Uwe Mantel
04.10.2017 - 09:06 Uhr

Der gemeinsam mit dem ORF produzierte aufwändige Dreiteiler "Maximilian - Das Spiel von Macht und Liebe" - immerhin mit einem Budget von 15 Millionen Euro ausgestattet - wurde im ZDF schon nur am späteren Abend gezeigt und blieb auch dort bei mäßigen Marktanteilen hängen. Das Finale am Dienstag verfolgten 2,28 Millionen Zuschauer, etwas weniger als die ersten beiden Teile an den vergangenen Tagen. Der Marktanteil sank auf 10,0 Prozent beim Gesamtpublikum und 4,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und lag somit beide Male klar unter dem Senderschnitt.

Schon um 20:15 Uhr hatte sich das ZDF schwer getan. Der Film "Eine unerhörte Frau", der im Frühjahr schon bei Arte seine Premiere gefeiert hatte, blieb mit 3,36 Millionen Zuschauern ebenfalls bei mäßigen 10,0 Prozent Marktanteil hängen. 0,63 Millionen Zuschauer davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt, was in dieser Altersgruppe für einen Marktanteil von 5,4 Prozent reichte. Zwischen den beiden Filmen stellte das "heute-journal" unterdessen mal wieder unter Beweis, dass es auch ohne starkes Umfeld einen Einschaltimpuls auslöst. Mit 4,08 Millionen Zuschauern war es deutlich stärker gefragt als die Filme. Der Marktanteil lag hier bei 13,3 Prozent. Mehr Zuschauer hatte das ZDF nur am Vorabend mit den "heute"-Nachrichten, die 4,65 Millionen Zuschauer eingeschaltet hatten.

Um 20:15 Uhr hatte Das Erste die Nase vorn, allerdings auch, ohne richtig zu glänzen: "Willkommen bei den Honeckers" erzielte mit 3,8 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 11,3 Prozent beim Gesamtpublikum. 7,6 Prozent Marktanteil wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erreicht. Viele Zuschauer suchten am Abend aber auch nach den im deutschen Fernsehen stets irgendwo vertretenen Krimis und wurden - neben dem üblichen Verdächtigen ZDFneo, wo "Zeugin der Toten", "Für immer ien Mörder" und "Mord am Meer" zwischen 3,9 und 4,5 Prozent Marktanteil erzielten - vorzugsweise im WDR Fernsehen fündig.

Dort beging man den ganzen Abend über das 20-jährige Jubiläum des Kölner "Tatorts". Vor allem zum Start in den Abend lief das richtig gut: Der erst im März im Ersten gezeigte "Tatort: Nachbarn" lockte 2,02 Millionen Zuschauer an, was 6,0 Prozent Marktanteil entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 2,3 Prozent erzielt. Für die Reportage "Die Kommissare vom Rhein" interessierten sich im Anschluss noch 1,16 Millionen Zuschauer, was 4,1 Prozent Marktanteil entsprach. Der erste Fall des Kölner Teams interessierte im Anschluss noch 750.000 Zuschauer, was 3,9 Prozent Marktanteil entsprach, gegen Mitternacht lief dann noch ein Düsseldorfer "Tatort", in dem Klaus J. Behrendt ebenfalls schon mitgespielt hatte. 320.000 Zuschauer wollten das noch sehen, was 3,8 Prozent Marktanteil entsprach. Während die Marktanteile deutschlandweit im Lauf des Abends langsam sanken, blieben sie in NRW mit Werten zwischen 9,2 und 10,5 Prozent übrigens recht stabil.

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