Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Die ungewohnte Rolle von CDU/CSU, Grünen und FDP, die über eine Jamaika-Koalition verhandeln, die nach der verlorenen Wahl wieder angriffslustig gewordene SPD, vor allem aber der erstmalige Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag - es gab mehrere Gründe, wieso die konstituierende Sitzung des Deutschen Bundestags am Dienstag spannend zu beobachten war. Und tatsächlich kann man sich bei Phoenix über neue Rekorde freuen.

Dem Ereignis- und Dokumentations-Sender kam dabei offenbar zugute, dass er auch sonst häufiger als alle anderen aus dem Bundestag berichtet und zudem am Dienstag zwischen 10 und 17 Uhr. Die gesamte Sendestrecke zwischen 10 und 17 Uhr mit zahlreichen Interviews, live moderierten Strecken aus dem Plenum und Dokus erreichte in der Spitze bis zu 510.000 Zuschauer, der höchste Marktanteil lag bei 5,4 Prozent. Über die gesamten sieben Stunden reichte es für im Schnitt 330.000 Zuschauer und 3,7 Prozent Marktanteil. Das ist der höchste Wert, den Phoenix seit dem Start 1997 jemals mit einer Übertragung einer Bundestagsplenarsitzung erreichen konnte.

Bemerkenswert ist das vor allem auch deshalb, weil auch Das Erste, n-tv und N24 die konstituierende Sitzung live zeigten. Das Erste war zwischen 10:49 Uhr und 14 Uhr live auf Sendung und zählte während dieser Zeit im Schnitt 670.000 Zuschauer. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 9,0 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 3,5 Prozent erzielt. Bei n-tv sahen ab 11 Uhr im Schnitt 150.000 Zuschauer zu, der Marktanteil lag bei 1,5 Prozent beim Gesamtpublikum und 1,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. N24 weist seine Quoten in Einzelteilen aus. Ab 10:45 Uhr wurden hier 90.000 Zuschauer gezählt, der Marktanteil lag bei 1,6 Prozent beim Gesamtpublikum und 2,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Bei der Wahl des Bundestagspräsidenten um kurz nach 12 Uhr lag die Zuschauerzahl hingegen nur bei 40.000, Schäubles Rede ab 13:15 Uhr sahen im Schnitt wieder 90.000 Zuschauer. 1,0 Prozent betrug hier der Marktanteil beim Gesamtpublikum, 1,3 Prozent waren es bei den 14- bis 49-Jährigen.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV