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Blick auf die IVW-Zahlen 1/2018

"Spiegel" stärker unter Druck, "Bild" zweistellig im Minus

 

Die IVW-Bilanz ist wieder überwiegend tiefrot, "Bild"/"Fußball-Bild" verlieren in Einzelverkauf und Abo über zwölf Prozent an Auflage, der "Spiegel" ist mit einem Minus von fast 9 Prozent unter Druck, der "Stern" fällt noch stärker. Für den "Focus" fielen die Zahlen besser aus.

von Uwe Mantel
19.04.2018 - 14:27 Uhr

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Die Auflagen der Print-Zeitschriften kannten - das ist längst keine Überraschung mehr - auch im 1. Quartal dieses Jahres wieder überwiegend nur eine Richtung: nach unten. Auch bei den großen Titeln sind die Minus-Zahlen in einer bedrohlich hohen Region. So setzt "Der Spiegel" nur noch etwa 708.000 Exemplare ab, in den harten Auflagen-Kategorien ging es um fast 9 Prozent nach unten. Noch schlimmer hat es den "Stern" erwischt, der weiter in Richtung der halben Million sinkt. Hier lag das "offizielle" Auflagenminus bei 9,5 Prozent, rechnet man aber kosmetischen Korrekturen heraus und blickt nur auf Einzelverkauf und Abo, dann war es ein noch deutlicherer Rückgang um 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Beim "Focus" hingegen sieht es diesmal nicht ganz so schlimm aus. Zwar sank die verkaufte Auflage insgesamt um 6,6 Prozent auf nun noch rund 425.000, allerdings geht das auf eine deutliche Reduzierung der Bordexemplare und Lesezirkel-Exemplare zurück, die ohnehin kaum Einnahmen bringen. Besonders ein klares Plus im Einzelverkauf von über 5 Prozent sorgte dafür, dass in den beiden harten Auflagen-Kategorien insgesamt ein Plus von 1,7 Prozent zu Buche stand. Allerdings macht diese harte Auflage weiterhin nur 239.000 von den insgesamt 425.000 Exemplaren aus.

Schon gewöhnt ist man deftige Minus-Zeichen bei der gedruckten "Bild", die nur noch gemeinsam mit "Fußball-Bild" ausgewiesen wird: Julian Reichelt hat es in den harten Auflagen-Kategorien mit einem gewaltigen Minus von 12,3 Prozent zu tun, über 150.000 Käufer kamen im Vergleich zum Vorjahr tagtäglich im Schnitt abhanden. Bei "Bild am Sonntag" liegt das Auflagen-Minus in Einzelverkauf und Abo zusammengenommen bei 10,8 Prozent.

Andere Zeitungen - ob täglich oder wöchentlich - verloren nicht so stark. Die "Zeit" rutschte zwar knapp unter die 500.000er-Marke, allerdings lag das Minus im harten Auflagen-Bereich bei überschaubaren 2,9 Prozent, die "FAS" hielt ihre verkaufte Auflage zwar angeblich stabil, allerdings nur dank kosmetischer Maßnahmen. Tatsächlich ging's in Einzelverkauf und Abo um 4,2 Prozent nach unten. Einziger echter Gewinner unter den Zeitungstiteln war das "Handelsblatt", das auch seine harte Auflage leicht um 0,6 Prozent steigern konnte.

Kauftitel mit der höchsten verkauften Auflage

  Verkaufte
1/2018
Verkaufte
1/2017
+/-
absolut
+/-
in Prozent
TV 14
2.107.074 2.239.430 -132.356 -5,9 %
Bild / Fussballbild
1.531.364 1.686.739 -155.375 -9,2 %
TV Digital
1.491.094 1.589.235 -98.141 -6,2 %
TV Direkt
1.024.459 1.105.122 -80.663 -7,3 %
Hörzu
978.676 1.019.022 -40.346 -4,0 %
TV Movie
929.471 975.960 -46.489 -4,8 %
Nur TV Plus
818.519 786.531 +31.988 +4,1 %
Landlust
816.641 906.528 -89.887 -9,9 %
Bild Am Sonntag Gesamt
812.612 891.800 -79.188 -8,9 %
TV Spielfilm
753.423 802.549 -49.126 -6,1 %
Auf Einen Blick
751.114 803.730 -52.616 -6,5 %
Der Spiegel
708.077 771.066 -62.989 -8,2 %
Bild Der Frau
678.802 770.840 -92.038 -11,9 %
Freizeit Revue
636.721 693.588 -56.867 -8,2 %
TV Pur
580.954 573.273 +7.681 +1,3 %

Auf Seite 2: Ein Blick auf die größten Gewinner und Verlierer

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