Eigentlich sind Fußball-Übertragungen im deutschen Fernsehen ja eine sichere Bank, doch am Pfingstmontag galt diese Regel eher nicht. Auch wenn nicht bekannt ist, wie viele Zuschauer Eurosport mit der Bundesliga-Relegation erreichte, so fielen zumindest die Quoten der Zusammenfassung im ZDF überschaubar aus. 1,42 Millionen Zuschauer sahen ab 23:30 Uhr, wie der VfL Wolfsburg gegen Holstein Kiel die Klasse hielt - mehr als ein Marktanteil von 10,3 Prozent war damit nicht drin.

Die Zusammenfassung des Hinspiels hatte dagegen vor wenigen Tagen noch deutlich mehr als zwei Millionen Zuschauer vor den Fernseher gelockt. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es diesmal sogar nur für einen überschaubaren Marktanteil von 3,6 Prozent. Auch bei der ARD wird man sich unterdessen bessere Fußball-Quoten erhofft haben: Der Finaltag der Amateure, der zwischen 12 und 20 Uhr im Ersten zu sehen war, blieb jedoch - anders als vor einem Jahr - durchweg einstellig.

So schalteten zur Mittagszeit zunächst 840.000 Zuschauer ein, die einem Marktanteil von 8,2 Prozent entsprachen, ab 14:30 Uhr wurden mit 960.000 Zuschauer immerhin 9,4 Prozent erzielt. Den letzten Teil des Finaltags der Amateure verfolgten ab 17:00 Uhr schließlich 1,40 Millionen Zuschauer, sodass der Marktanteil beim Gesamtpublikum 8,9 Prozent betrug. Beim jungen Publikum kamen die Übertragungen über den Tag hinweg auf Werte zwischen 6,4 und 7,4 Prozent.

Erfolgreich war dagegen einnmal mehr der "Tatort", der mit einer neuen Folge zur besten Sendezeit 7,62 Millionen Zuschauer vor den Fernseher lockte und auf stolze 25,4 Prozent Marktanteil kam. Stärkster Verfolger war das ZDF: Mehr als 3,62 Millionen Zuschauer waren dort allerdings für die Wiederholung eines "Kati Fforde"-Dramas nicht drin. Nach dem "Tatort" sanken die Quoten des Ersten allerdings deutlich: "Inspector Mathias" hielt mit einer alten Folge nur noch 2,20 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher, der Marktanteil ging auf 9,4 Prozent zurück.