Die Programmierung von "Babylon Berlin" hat die Programmverantwortlichen der ARD vor eine große Herausforderung gestellt, doch die Entscheidung, die ersten drei Folgen auf dem "Tatort"-Sendeplatz auszustrahlen, erwies sich nun als goldrichtig. Die Auftakt-Quoten müssen sich vor den Zahlen der Krimireihe jedenfalls nicht verstecken: 7,83 Millionen Zuschauer entschieden sich am Sonntagabend für die millionenschwere Serien-Produktion, die schon vor knapp einem Jahr ihre Premiere bei Sky gefeiert hatte. Der Marktanteil lag bei starken 24,5 Prozent.

An die Reichweite des Auftakts von "Charité" kam der Serien-Neustart allerdings nicht ganz heran: Die Krankenhausserie hatte dem Ersten im vergangenen Jahr anfangs sogar mehr als acht Millionen Zuschauer beschert. Ungeachtet dessen ging "Babylon Berlin" am Sonntagabend allerdings als mit Abstand meistgesehene Sendung des Tages hervor. Stärkster Verfolger war der "Inga Lindström"-Film "Die andere Tochter", der im ZDF im Schnitt 5,10 Millionen Zuschauer erreichte.

Und auch beim jungen Publikum setzte sich "Babylon Berlin" deutlich an die Spitze: 2,28 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer und ein Marktanteil von 21,2 Prozent waren das stolze Ergebnis. Nun darf man gespannt sein, wie viele Zuschauer die Serie in den kommenden Wochen am Donnerstagabend erreichen wird. Gefragt war zudem die anschließende Dokumentation "1929 - Das Jahr Babylon", bei der um 22:26 Uhr noch 4,09 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher blieben. Der Marktanteil lag zu diesem Zeitpunkt noch bei 19,1 Prozent und fiel auch bei den Jüngeren mit 12,9 Prozent erfolgreich aus.

Mehr zum Thema

Durch die Stärke in der Primetime konnte die ARD zugleich ihre Schwäche vom Rest des Tages ein Stück weit ausgleichen - bis zur "Tagesschau" um 20:00 Uhr war es dem Ersten nämlich nicht gelungen, einen zweistelligen Marktanteil zu erzielen. Dank "Babylon Berlin" setzte sich der Sender letztlich aber mit 12,2 Prozent an die Spitze. RTL folgte mit 11,0 Prozent auf dem zweiten Rang vor dem ZDF, das zum Wochenauklang 10,5 Prozent beim Gesamtpublikum verzeichnete.