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Nur "Der Bulle und das Biest" lag über Schnitt

Neuer Sat.1-Serienabend hat zum Auftakt Probleme

 

Die neue Sat.1-Serie "Der Bulle und das Biest" hat zum Auftakt Werte über dem Senderschnitt eingefahren, wirklich berauschend lief es aber nicht. Sehr enttäuschend verlief der Staffelstart von "Einstein", die Serien-Wiederholungen versagten völlig. Auch am Vorabend machte ein neues Format Probleme.

von Timo Niemeier
08.01.2019 - 09:08 Uhr

Weil RTL inzwischen "DSDS" am Dienstagabend zeigt und "Einstein" auf seinem angestammten Sendeplatz zuletzt keine gute Figur mehr machte, hat sich Sat.1 dazu entschieden, seine deutschen Serien künftig montags zu zeigen. Das Fazit dürfte zum Auftakt gemischt ausfallen: Während man in Unterföhring mit den Quoten der neuen Serie "Der Bulle und das Biest" durchaus leben wird können, sah es sonst recht mau aus. Doch der Reihe nach: Die neue Hunde-Krimiserie erreichte 2,14 Millionen Zuschauer - eine solide Zuschauerzahl. Der Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe lag bei 8,4 Prozent und damit über dem, zugegebenermaßen sehr niedrigen, Senderschnitt.

Hält sich "Der Bulle und das Biest" bei mehr als zwei Millionen Zuschauern und kann vielleicht noch ein paar mehr jüngere Zuschauer anlocken, wäre die Serie ein wichtiger Erfolg für Sat.1. Deutlich schwerer tat sich am Montag der Staffelauftakt zum dritten "Einstein"-Durchlauf. Die Reichweite ging auf 1,57 Millionen Menschen zurück und auch der Marktanteil sank auf 7,4 Prozent. Die Serie mit Tom Beck lag damit zum Start der neuen Folgen gefährlich nah am Allzeit-Tief vom vergangenen Jahr, das bei 6,6 Prozent liegt.

Keinen Gefallen hat sich Sat.1 dann auch damit getan, im Anschluss an die beiden frischen Serien Wiederholungen alter Serien zu zeigen. Der Marktanteil bei "Josephine Klick" ging auf 4,5 Prozent Marktanteil zurück, "Der letzte Bulle" konnte das danach mit 3,1 Prozent sogar noch unterbieten. Sogar eine alte Folge von "Alarm für Cobra 11" hatte nach 23 Uhr bei Nitro mehr junge Zuschauer als Sat.1, für den Männersender sind die erzielten 3,6 Prozent dann auch ein schöner Erfolg.

Und auch der Vorabend sorgt bei Sat.1 weiter für Probleme. "Die Ruhrpottwache" konnte die Marktanteile und Reichweiten um 18:30 Uhr im Vergleich zur inzwischen aus dem Programm genommenen Daily Soap "Alles oder nichts" zwar steigern, mit 2,9 Prozent wird man in Unterföhring aber auch nicht zufrieden sein. "Alles oder nichts" kam zuletzt nicht einmal mehr auf eine zwei vor dem Komma. 760.000 Menschen sahen sich die "Ruhrpottwache" an, besser lief es für die Soap auf dem Sendeplatz zuletzt Anfang November. Die neue Erfindershow "Wie genial ist das denn?!" tat sich im Anschluss mit 820.000 Zuschauern und 3,7 Prozent Marktanteil ebenfalls sehr schwer,  das Magazin "Endlich Feierabend" war mit 4,4 Prozent noch das stärkste Glied am Vorabend.

Durch die insgesamt eher schlechte Performance musste sich Sat.1 am Montag mit einem Tagesmarktanteil in Höhe von 7,2 Prozent begnügen. Damit lag man nicht nur hinter RTL (12,1 Prozent) und ProSieben (11,9 Prozent), sondern auch hinter Vox, das 7,6 Prozent Marktanteil erreichte. Dass es nicht noch weniger war, verhinderte bei Sat.1 der Vormittag sowie der Nachmittag. Das "Frühstücksfernsehen" überzeugte mit 14,2 Prozent Marktanteil und auch die Scripted Realitys erzielten danach bis 16 Uhr zweistellige Werte.

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