Roman Weidenfeller und Laura Wontorra © TVNOW / Jörg Carstensen
Fußball-Abend ohne Happy End

RTL holt mit Frankfurter Elfer-Drama neuen Saison-Rekord

 

Das Halbfinal-Rückspiel zwischen Chelsea und Frankfurt hat bei RTL einen neuen Saison-Rekord in der Europa League aufgestellt. Zeitweise schalteten über sieben Millionen Zuschauer ein, das Elfmeterschießen war vielen Fans aber dann doch zu spät.

von Alexander Krei
10.05.2019 - 08:58 Uhr

Der Abend begann für RTL aus Quotensicht ziemlich verhalten: Gerade mal 2,20 Millionen Zuschauer entschieden sich um 20:15 Uhr für den Countdown zum Europa-League-Halbfinale zwischen dem FC Chelsea und Eintracht Frankfurt, mehr als ein Marktanteil von elf Prozent war in der Zielgruppe zu diesem Zeitpunkt nicht drin. Mit dem Anpfiff zog das Interesse allerdings spürbar an: So verzeichnete RTL ab 21:00 Uhr während der ersten Hälfte im Schnitt 5,57 Millionen Zuschauer und sehr gute 22,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

Das Ende der Fahnenstange war damit freilich noch nicht erreicht: Die zweite Halbzeit kam auf 6,69 Millionen Zuschauer und knackte in der Zielgruppe bereits knapp die Marke von 30 Prozent Marktanteil, ehe die Verlängerung schließlich sogar 7,30 Millionen Zuschauer vor den Fernseher lockte, die 37,6 Prozent Marktanteil entsprachen. In der Zielgruppe brachte es RTL zu diesem Zeitpunkt mit 2,89 Millionen Zuschauern sogar auf 44,5 Prozent Marktanteil.

Weiter nach oben gingen die Reichweiten allerdings nicht, obwohl das Spiel erst in einem dramatischen Elfmeterschießen entschieden wurde. Wie sich Chelsea hierbei gegen die Frankfurter durchsetzte, hielt noch 6,08 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher und trieb den Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen auf 45,2 Prozent. Dass nicht noch mehr Fans mitfieberten, dürfte auch der späten Zeit geschuldet gewesen sein: Das Elfmeterschießen fand erst ab 23:39 Uhr statt.

Das Aus der Eintracht sorgte letztlich dafür, dass RTL mit einem Tagesmarktanteil von 18,2 Prozent in der Zielgruppe klar an der Spitze lag, auch wenn "Germany's next Topmodel" in der Primetime mit überzeugenden 15,8 Prozent ordentlich dagegenhielt. Die meistgesehene Sendung des Tages hatten die Kölner aber dennoch nicht im Programm - die lief überraschend im ZDF (DWDL.de berichtete). Der Freude über die tollen Europa-League-Quoten dürfte das jedoch keinen Abbruch tun. Nur ein Sieg der Frankfurter hätte in Köln-Deutz wohl für ein noch größeres Glücksgefühl gesorgt.

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