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Schlager sucht Liebe © MG RTL D/Bernd-Michael Maurer
Kuppel-Überdruss

Fehlstart: "Schlager sucht Liebe", RTL sucht Zuschauer

 

RTL startete am Sonntag das x-te Kuppelformat, diesmal für die doch überschaubar scheinende Berufsgruppe der Schlagersänger. Die Quoten waren ernüchternd. Julia Leischik machte ihre Sache in Sat.1 besser, blieb aber ebenfalls einstellig

von Uwe Mantel
17.06.2019 - 09:02 Uhr

Auf der Suche nach neuen Formaten meldet sich bei RTL offenbar erstaunlich oft jemand mit den Worten "Wie wär's mit einer Datingshow?" zu Wort. Die Zahl der Kuppelformate hat jedenfalls inzwischen ein enormes Ausmaß angenommen - zumindest der neueste Versuch, sich nun auch noch ums Liebesleben von Schlagersängerinnen und -sängern zu kümmern, stieß beim Publikum nun allerdings auf wenig Gegenliebe.

So wollten am Sonntagvorabend gerade mal 1,55 Millionen Zuschauer sehen, wie unter anderem Tim Toupet und weitere eher weniger bekannte Vertreter der Branche unter die Haube gebracht werden sollten. Mehr als 6,7 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum waren damit nicht zu holen - und auch bei den 14- bis 49-Jährigen fanden sich nicht genügend Schlagerfans ein: 8,9 Prozent Marktanteil sind für die Ansprüche von RTL deutlich zu wenig.

Besser schlug sich da schon Julia Leischik, die sich in Sat.1 nach einigen Wochen Pause mit "Bitte melde dich" zurückmeldete. Von der Höchstform war zwar auch sie ein gutes Stück entfernt, mit 9,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen übersprang sie gleichwohl den Sat.1-Schnitt deutlich. Auch insgesamt sahen deutlich mehr zu als bei der RTL-Kuppelei: 2,54 Millionen Zuschauer wurden gezählt. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum fiel mit 11,4 Prozent somit spürbar höher aus als in der klassischen Zielgruppe.

Zurückgemeldet hat sich am Vorabend zudem bei Vox "Biete Rostlaube, suche Traumauto". Dass das Format, das auch schonmal zweistellige Marktanteile erzielt hat, über die letzten Jahre deutlich an Zugkraft verloren hat, zeigte sich auch an diesem Sonntag. Mit 6,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen waren die Quoten allenfalls unteres Mittelmaß. Das ist vor allem auch deswegen enttäuschend, weil direkt davor das Magazin "auto mobil" mit 10,4 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe die beste Quote seit Jahren einfahren konnte. "Hot oder Schrott" ließ dann ab 19:10 Uhr wieder auf 8,3 Prozent steigen.

Marktführer bei den 14- bis 49-Jährigen war am Vorabend allerdings ProSieben. "Galileo" erzielte erfreuliche 11,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Insgesamt wurden hier 1,1 Millionen Zuschauer gezählt. Ein merklicher Faktor war zudem die Frauen-Fußball-WM: Das Spiel zwischen den USA und Chile bescherte dem Ersten am Vorabend bei den 14- bis 49-Jährigen 9,8 Prozent Marktanteil. Insgesamt hatten 2,8 Millionen Zuschauer eingeschaltet, was beim Gesamtpublikum 14,0 Prozent Marktanteil entsprach.

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