The Good Doctor © MG RTL D
Durchwachsene Vox-Bilanz

"Good Doctor" läuft ordentlich an, "Chicago Med" floppt

 

Nach einem zunächst noch etwas verhaltenen Beginn steigerte sich die zweite Folge von "The Good Doctor" bei Vox auf gute Werte. "Chicago Med" konnte davon nicht profitieren, weil so mancher Zuschauer wohl lieber zu "Dr. House" wechselte.

von Uwe Mantel
12.09.2019 - 09:31 Uhr

"The Good Doctor" war eine der wenigen neuen US-Serien, die in den vergangenen Jahren noch einen guten Einstand im Free-TV feierten. Die erste Staffel startete im vergangenen Jahr mit bis zu 13,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe - und auch wenn man dieses Quotenniveau bei Weitem nicht halten konnte, war die Ärzteserie auch bis zuletzt für Vox noch ein verlässlicher Quotenbringer am Mittwochabend. In dieser Woche startete nun die zweite Staffel - und stellte erstmal einen neuen Tiefstwert auf.

1,32 Millionen Zuschauer sahen die erste neue Folge, damit wurde der bisherige Tiefstwert aus Staffel 1 um knapp eine viertel Million unterboten. Auch der Marktanteil in der klassischen Zielgruppe fiel mit 7,0 Prozent so niedrig aus wie noch nie. Dass man bei Vox trotzdem recht zufrieden sein wird, liegt daran, dass die zweite Folge schon deutlich zulegen konnte. 1,45 Millionen Zuschauer wurden ab 21:13 Uhr im Schnitt bereits gezählt, der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen zog auf 8,5 Prozent an und lag damit wieder deutlich über dem Vox-Senderschnitt.

Allerdings ging die Hoffnung, dass man im Anschluss mit einer weiteren Medical-Serie die Zuschauer bei der Stange halten könnte, nicht auf. Die vierte Staffel von "Chicago Med", das sonst im Chicago-Block am Freitagabend beheimatet war, halbierte den Marktanteil zum Auftakt umgehend auf 4,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Nur 690.000 Zuschauer sahen hier noch zu. Die zweite Folge direkt im Anschluss lief sogar noch schlechter und kam nicht über 4,0 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe hinaus. 500.000 Zuschauer wurden hier noch gezählt - zu später Stunde ein neuer Tiefstwert für die Serie, was auch daran gelegen haben dürfte, dass sie erstmals vor einem Arbeitstag so spät zu sehen war.

Dass es nicht gelang, stärker vom "Good Doctor"-Vorlauf zu profitieren, lag wohl nicht zuletzt daran, dass Super RTL ein deutlich besser passendes Anschlussprogramm hatte. Dort lief nämlich den ganzen Abend über wieder "Dr. House", das wie "The Good Doctor" von David Shore stammt. Nachdem "House" in direkter Konkurrenz zum "Good Doctor" ab 20:15 Uhr zunächst nur 2,6 und 2,9 Prozent erreichte, zog der Marktanteil ab 22:06 Uhr durch die Vox-Wechsler massiv auf 4,9 Prozent an. Auch die absolute Reichweite ging zu diesem Zeitpunkt in der Zielgruppe um immerhin 70.000 nach oben. Ab 23:03 Uhr holte "Dr. House" dann nochmal 4,4 Prozent - und da es sich nochmal um die Folge handelte, die schon um 20:15 Uhr zu sehen war, unterstreicht nur, dass hier längst von anderen Sendern gewechselte Zuschauer dabei sein mussten.

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