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Schub zum Jahresende

Joyn verkürzte im Dezember den Rückstand auf TVNow

 

Joyn setzte im Dezember seinen Wachstumskurs weiter fort und konnte die Zahl der Visits um gut 30 Prozent steigern. Damit wurde der Rückstand auf TVNow ein ganzes Stück kleiner, auch wenn das Angebot der Mediengruppe RTL weiter vorn liegt

von Uwe Mantel
14.01.2020 - 15:05 Uhr

Bei Joyn zieht man ein sehr positives Fazit des ersten Jahres. Nachdem man im Mai mit der Beta-Version an den Start und einen Monat live ging, kam Ende November mit dem Premium-Bereich die nächste Ausbaustufe dazu. Die Nuztung der Streaming-Plattform ist dabei stark steigend. Nach eigenen Angaben zählt die App bislang sechseinhalb Millionen Downloads, die Zahl der Nutzer sei im Dezember um 39 Prozent, mehr als sieben Millionen sind es nach Joyn-Angaben über alle Plattformen hinweg.

Dass es im ersten Monat nach dem Start des erweiterten Premium-Angebots Joyn Plus+ tatsächlich nochmal einen Schub gab, zeigen auch die offen einsehbaren Visit-Zahlen, die die IVW ermittelt. Demnach zog die Zahl der Visits im Dezember um fast ein Drittel auf nun 18 Millionen an. Der Rückstand auf den Kölner Konkurrenten TVNow der Mediengruppe RTL Deutschland wurde damit erheblich verkürzt. Dort sank die Zahl der Visits im Gegenzug im Dezember nämlich im Vergleich zum November um über vier Millionen und lag nun bei 25,4 Millionen. Die AGOF mit ihren Digital-Daily-Facts ermittelt hinsichtlich der Unique User der Angebote sogar noch einen geringeren Unterschied: TV Now kam demnach im Dezember auf 3,91 Millionen Unique User im Monat, Joyn liegt bei 3,46 Millionen.

In diesem Jahr will man nun sowohl technisch weitere Features hinzufügen und etwa die Suche verbessern. Bei lokalen Eigenproduktionen wolle man "innovative Wege" gehen. In den nächsten Monaten will man erstmals auch ein eigenes Reality-Format produzieren - also in einen Bereich einsteigen, in dem TV Now bereits stark aufgestellt ist. In diesem Jahr gehörten nach Joyn-Angaben "jerks", "Check Check" und "Slavik - Auf Staats Nacken" zu den erfolgreichsten Sendungen. Neben "Grey's Anatomy" und den "Steel Buddies" gehörte erstaunlicherweise auch die einstige Sat.1-Telenovela "Anna und die Liebe" zu den am stärksten nachgefragten Formaten.

Alexander Vassilev, einer der Geschäftsführer von Joyn: "Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir in den vergangenen zwölf Monaten erreicht haben. Innerhalb des letzten Jahres haben wir nicht nur unsere Premium-Plattform gebaut und kontinuierlich erweitert, wir haben es zudem geschafft, uns in einem hart umkämpften Markt zu etablieren, obwohl wir erst verhältnismäßig spät dazugestoßen sind. Für 2020 haben wir große Pläne: Um langfristig im deutschen Markt erfolgreich zu sein, bauen wir sowohl unsere Plattform als auch unsere Content-Vielfalt aus und gehen neue, innovative Wege."

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