Die Reichweiten und Marktanteile der live übertragenen Trauerfeier für Jan Fedder im NDR haben bewiesen, wie groß das Interesse an dem Schauspieler war. Ein mehr als zweistündiges "NDR Info extra" erreichte ab 13:45 Uhr durchschnittlich 1,54 Millionen Zuschauer. Damit war ein bundesweiter Marktanteil in Höhe von 14,1 Prozent Marktanteil drin, der NDR hatte damit auch mehr Zuschauer als Das Erste und das ZDF zur gleichen Zeit. Beim ZDF erreichte "Bares für Rares" ab 15 Uhr 2,50 Millionen Zuschauer, erst dann lagen die Mainzer vor dem NDR. 

Auch beim jungen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren war die Live-Übertragung vergleichsweise erfolgreich, hier fiel der Marktanteil mit 5,3 Prozent aber deutlich geringer aus. Extrem erfolgreich war die Übertragung derweil im Sendegebiet des NDR, hier wurden 36,7 Prozent Marktanteil gemessen. Das zeigt schon sehr gut, welches Ansehen Fedder im Norden der Republik hatte. Schon das Porträt "Bauer, Bulle, Volksschauspieler" kam zuvor auf 20,1 Prozent im Sendegebiet. Insgesamt sahen 670.000 Menschen zu, das sorgte auch national für sehr gute 7,9 Prozent. 

Die meisten Zuschauer hatte am Dienstag Das Erste mit seinen Primetime-Serien. "In aller Freundschaft" unterhielt 5,30 Millionen Menschen, bei "Um Himmels Willen" lag die Reichweite zuvor bei 4,94 Millionen. Die Marktanteile in Höhe von 17,4 und 15,9 Prozent lagen weit über dem Senderschnitt des Ersten. Im ZDF kam "Nelson Müllers Lebensmittelreport" zunächst nur auf 2,81 Millionen Zuschauer und 9,0 Prozent. "Frontal 21" fiel danach auf nur noch 2,07 Millionen Zuschauer, das entsprach 6,8 Prozent. 

Dennoch war das ZDF aufgrund seiner starken Daytime mit 12,4 Prozent Tagesmarktführer, Das Erste erzielte nur 10,5 Prozent. Der NDR erreichte 4,6 Prozent und setzte sich damit unter anderem vor ProSieben und Vox. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam der Sender auf 1,9 Prozent und musste damit bei den Nischensendern nur Nitro (2,2 Prozent) den Vortritt lassen.