Die Chancen, dass "Big Brother" bei Sat.1 noch zu einem Erfolg wird, werden immer kleiner. Am Montag hat das Format jedenfalls neue Tiefstwerte aufgestellt. Am Vorabend lief es für die Tageszusammenfassung mit 5,2 Prozent Marktanteil so schlecht wie noch nie, 350.000 Zuschauer waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. Mit der Gesamt-Reichweite von 770.000 schrammte "Big Brother" auch bei der Anzahl der Zuschauer knapp an einem neuen Tiefstwert vorbei. 

Ebenfalls bitter ist die Entwicklung der Liveshow in der Primetime. Konnte sich "Big Brother - Die Entscheidung" bislang bei stets mehr als einer Million Zuschauer halten, waren an diesem Montag nur noch 960.000 Menschen mit dabei. Wie am Vorabend kam der Große Bruder auch am Abend auf 5,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe - das entspricht ebenfalls dem bislang schlechtesten Wert. Zur Erinnerung: Bei der Einzugsshow waren noch 1,6 Millionen Zuschauer mit dabei, in der Zielgruppe wurden 11,0 Prozent gemessen. 

Zuschauer-Trend: Big Brother - Die Entscheidung
Big Brother - Die Entscheidung

In der Zielgruppe musste sich die "Big Brother"-Liveshow am Montag sogar den "Geissens" bei RTLzwei geschlagen geben. Zwei Ausgaben der Dokusoap erreichten jeweils 500.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahre, die Sat.1-Show sahen nur 430.000 Menschen in diesem Alter. Für die Millionärsfamilie waren damit 5,9 und 6,1 Prozent Marktanteil drin. Insgesamt kamen die "Geissens" auf 800.000 bzw. 830.000 Zuschauer. Bei Kabel Eins lag "Beverly Hills Cop 2" insgesamt und beim jungen Publikum vor Sat.1. 1,17 Millionen Menschen sahen sich den Film an, in der Zielgruppe entsprach das sehr guten 6,7 Prozent. "Passagier 57" steigerte sich danach sogar noch auf bessere 7,5 Prozent. 

Ebenfalls nicht zufrieden sein kann Vox mit seiner Primetime. "Wir werden groß! Familie - Wie sie uns für immer prägt" erreichte nur 820.000 Zuschauer ab drei Jahren, knapp die Hälfte davon kam aus der werberelevanten Zielgruppe. Beim jungen Publikum waren damit lediglich 4,8 Prozent drin. Auch "Goodbye Deutschland" enttäuschte im Anschluss mit nur 5,1 Prozent.