Report Mainz © SWR/Carsten Costard
Quoten in Corona-Zeiten

Vorgezogenes "Report Mainz" mit über 5 Mio. Zuschauern

 

Die Corona-Krise macht's möglich, dass die ARD Politmagazine plötzlich in der Primetime zeigt. Im Schlepptau des "ARD Extra" erreichte "Report Mainz" dort über fünf Millionen Zuschauer - mehr als die Serien im Anschluss. "ZDFzeit" war chancenlos

von Uwe Mantel
25.03.2020 - 09:24 Uhr

Die Corona-Pandemie macht in der ARD plöztlich ganz neue Programmierungen möglich - und holt die Politmagazine ins Rampenlicht. Nachdem man in der vergangenen Woche schon "Kontraste" in die Primetime geholt hatte, wurde am Dienstag nun auch "Report Mainz" auf den Sendeplatz im Anschluss ans übliche "ARD Extra" vorgezogen. Das zahlt sich aus Quotensicht aus: Von den 6,16 Millionen Zuschauern, die das "ARD Extra" um 20:15 Uhr eingeschaltet hatten - was wieder starken Marktanteilen von 16,2 Prozent beim Gesamtpublikum und 14,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen entsprach - blieben 5,17 Millionen auch bei "Report Mainz" dran. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag hier bei sehr guten 14,0 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden immerhin noch 8,1 Prozent Marktanteil erreicht. Meistgesehene Sendung des Tages war die "Tagesschau", die allein im Ersten gut sieben Millionen Zuschauer erreichte.

Das ZDF hatte mit seinem "Corona-Stresstest" in "ZDFzeit" um 20:30 Uhr dagegen überhaupt keine Chance. Nur 2,35 Millionen Zuschauer wollten die Sendung sehen, was 6,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach, 4,7 Prozent waren es bei den 14- bis 49-Jährigen. "Frontal 21" hatte es danach mit 2,67 Millionen Zuschauern ebenfalls schwer. Erheblich erfolgreicher war das ZDF am Vorabend, wo "heute" 6,21 Millionen Zuschauer verzeichnete, das "ZDFspezial: Tests und Therapien - Kampf gegen das Coronavirus" im Anschluss noch 5,66 Millionen Zuschauer. Und auch die "Rosenheim-Cops" waren mit 5,23 Millionen Zuschauern danach noch außergewöhnlich gefragt. Es war die höchste Reichweite seit Anfang 2017.

Doch zurück ins Erste: "Report Mainz" war damit auch gefragter als die üblichen Dienstags-Serien, die nun mit 45 Minuten Verspätung an den Start geschickt wurden. "Um Himmels Willen" erreichte dort 4,87 Millionen Zuschauer, was auf dem Niveau der vergangenen Woche und in der Nähe des Staffel-Bestwerts lag. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum belief sich auf 13,7 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen waren aber nicht mehr als 5,7 Prozent drin. "In aller Freundschaft" hatte danach noch 4,41 Millionen Zuschauer und erreichte damit Marktanteile von 14,0 Prozent beim Gesamtpublikum und 4,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Am Vorabend war die "WaPo Bodensee" mit 3,0 Millionen Zuschauern übrigens schon mit einem Reichweiten-Rekord in die neue Staffel gestartet. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei soliden 10,1 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen sah es aber auch hier schlecht aus: Der Marktanteil lag bei 3,8 Prozent. Direkt zuvor hatte "Wer weiß denn sowas" 4,28 Millionen Zuschauer unterhalten.

Die wegen der "Nachtcafé"-Verschiebung kurzfristig ins Programm genommene "NDR Talk Show - Videokonferenz" wollten nach 23 Uhr übrigens dann nur 1,01 Millionen Zuschauer sehen. 5,8 Prozent betrug der Marktanteil beim Gesamtpublikum, 4,3 Prozent waren es bei den 14- bis 49-Jährigen. "LieferService" musste sich im Anschluss mit 500.000 Zuschauern und Marktanteilen von 4,4 Prozent beim Gesamtpublikum und 4,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen begnügen. Am späteren Abend gewann damit das ZDF wieder die Oberhand. Das Corona-Special von "Leschs Kosmos" erreichte 3,74 Millionen Zuschauer und starke Marktanteile von 14,1 Prozent beim Gesamtpublikum und 8,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Die nach hinten verlegte "Anstalt" kam mit 2,01 Millionen Zuschauern auf 11,8 Prozent Marktanteil. Danach trieb Markus Lanz den Marktanteil dank 1,75 Millionen Zuschauern auf stolze 18,8 Prozent nach oben.

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