70 Jahre ist Hugo Egon Balder inzwischen alt, für Sat.1 aber trotzdem immer noch im Dauereinsatz. Allerdings waren die Quoten von "Genial daneben" zuletzt ziemlich enttäuschend, das gegenwärtig pausierende Vorabend-Format "Genial daneben - Das Quiz" konnte noch nie wirklich überzeugen. Insofern war es durchaus spannend, wie viele Menschen sich am Freitagabend für die Geburtstagsparty "Senil daneben" interessieren würden. Für Marktanteile überm Senderschnitt reichte es immerhin: 8,1 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erreicht - solide, aber unspektakulär. Insgesamt hatten 1,83 Millionen Zuschauer eingeschaltet, was beim Gesamtpublikum 5,5 Prozent Marktanteil entsprach.

Warum Sat.1 im Anschluss für die Balder-Fans nicht "Genial daneben", sondern andere Comedy-Formate wiederholte, bleibt unterdessen ein Rätsel. Schlau war es aus Quotensicht jedenfalls nicht: "Knallerfrauen" kam nur auf um die 6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, "Switch Reloaded" lief danach noch schlechter. Unterboten wurde das noch von der letzten Ausgabe von "Luke, allein zuhause" am Vorabend: Nach zwei Wochen verabschiedete sich das kurzfristig ins Programm gehobene Corona-Format mit 370.000 Zuschauern und Marktanteilen von 1,6 Prozent beim Gesamtpublikum und 3,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen auf gewohnt miserablem Niveau aus dem Programm. Immerhin konnte Mockridge die Tiefstwerte vom Vortag hinter sich lassen.

Im Show-Duell am Abend musst Sat.1 erwartungsgemäß "Let's Dance" den Vortritt lassen. Die Tanzshow legte im Vergleich zur vergangenen Woche sogar wieder zu und eroberte die 20-Prozent-Marke zurück. Sehr gute 21,2 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt. Insgesamt hatten 4,91 Millionen Zuschauer eingeschaltet, was auch beim Gesamtpublikum sehr guten 15,3 Prozent Marktanteil entsprach. Im Anschluss konnte das "Exclusiv Spezial" den Marktanteil in der klassischen Zielgruppe noch bei hohen 19,1 Prozent halten. Drei Millionen Zuschauer blieben nach "Let's dance" insgesamt dran. Das "RTL Nachtjournal" wusste mit 17,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe ebenfalls zu überzeugen.

Probleme hat RTL hingegen weiterhin am Nachmittag. Die vorerst letzte Corona-Liveausgabe von "Marco Schreyl" tat sich mit 7,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen wieder schwer. 670.000 Zuschauer sahen diesmal zu. Zuvor blieb auch "Kitsch oder Kasse" mit 9,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen einstellig. Nur "Die Superhändler" kamen mit 12,3 Prozent Marktanteil auf ordentliche Werte. Weiter sehr gefragt bleibt am Vorabend "RTL aktuell", das am Freitag 4,17 Millionen Zuschauer einschalteten, der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lag bei 21,4 Prozent. "Guten Morgen Deutschland" hingegen kann derzeit nicht vom gesteigerten Info-Bedürfnis profitieren, hier lag der Marktanteil am Freitag mit 9,6 Prozent auf ernüchterndem Niveau. Sat.1 kam mit seinem "Frühstücksfernsehen" auf 13,2 Prozent. ARD und ZDF erreichten zusammen mit ihrem Morgenmagazin bei den 14- bis 49-Jährigen 16,7 Prozent.