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Online-IVW-Zahlen für März

Corona-Schub nicht nur im TV: n-tv.de überholt spiegel.de

 

Die Corona-Krise sorgte bei allen Nachrichten-Websites für massiv gestiegene Zugriffszahlen - doch keiner profitierte so stark wie n-tv.de, wo sich die Zahl der Visits mehr als verdoppelte. Damit ließ man im März sogar den "Spiegel" hinter sich.

von Uwe Mantel
08.04.2020 - 11:03 Uhr

Das Informationsbedürfnis im Zuge der Corona-Krise sorgte im März für einen Besucheransturm auf die Nachrichtenangebote im Netz und damit auf breiter Front für Zuwächse bei den Visit-Zahlen, wie man sie so noch nicht gesehen hat. Zuwächse von über 50 Prozent sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel, häufig fallen sie noch erheblich höher aus. Besonders groß dürfte der Jubel heute beim Nachrichtensender ntv sein. Nachdem sich schon der TV-Marktanteil im März mehr als verdoppelt hat, schoss laut Online-IVW auch die Zahl der Besuche auf der Website n-tv.de im Vergleich zum Februar um satte 116 Prozent auf fast 410 Millionen nach oben. Im Vergleich zum März des Vorjahres betrug das Plus sogar fast 170 Prozent.

Damit schob sich n-tv.de erstmals an Spiegel.de vorbei. Auch dort fiel der Visits-Zuwachs mit +76,5 Prozent zwar gewaltig aus, mit knapp 393 Millionen Visits reichte es aber nur noch für den dritten Platz. Besucher-stärkstes Angebot bleibt weiterhin Bild.de, das sich auf 688 Millionen Visits steigerte. Der prozentuale Zugewinn war mit +41,4 Prozent zwar sogar eher unterdurchschnittlich, mit einem Plus von über 200 Millionen Visits im Vergleich zum Vormonat war Bild.de absolut gesehen aber nach n-tv.de (+220 Millionen Visits) auch der zweitgrößte Gewinner. Welt übrigens als zweite Website mit angeschlossenem Nachrichtensender legte um 72,5 Prozent auf 283 Millionen Visits zu, profitierte also ähnlich wie auch im TV nicht ganz so stark wie Konkurrent ntv.

  Visits
Mrz '20
+/-
zum Feb
 +/-
zum Mrz '19
Bild.de
688.414.762 + 41,4 %
+ 42,8 %
n-tv.de 409.983.053 + 116,0 %
+ 169,6 %
Der Spiegel
392.654.475 + 76,5 %
+ 44,5 %
Focus Online
347.661.897 + 58,8 %
+ 79,7 %
Welt 283.672.544
+ 72,5 %
+ 117,7 %
Upday
239.034.995
+ 65,4 %
+ 12,0 %*
Merkur.de
177.283.308
+ 97,7 %
+ 151,7 %
Süddeutsche.de
154.893.444
+ 93,6 %
+ 145,3 %
Funke Medien NRW
150.429.419
+ 71,5 %
 + 103,9 %
Zeit Online
144.642.586 + 75,3 %
 + 91,2 %
RND
132.922.678 + 47,4 %
+ 274,0 %
FAZ.net
131.573.968 + 88,5 %
+ 116,5 %
RTL.de
120.626.788
+ 33,7 %
+ 105,9 %
stern.de 118.417.393 + 49,8 % + 73,8 %
DuMont Newsnet
109.562.213 + 40,9 %  + 42,9 %

*im Vorjahr wurden hier noch länderübergreifende Zahlen ausgewiesen

Besonders stark zulegen konnten überdies Merkur.de, das die Visits-Zahl auf 177 Millionen fast verdoppelte, "Süddeutsche.de" mit einem Plus von 93,6 Prozent auf 155 Millionen und FAZ.net mit einem Plus von 88,5 Prozent auf 132 Millionen Visits. Den im Vergleich mit den anderen großen Angeboten geringsten Zuwachs findet ntv übrigens gleich nebenan bei RTL: Das auf Boulevard ausgerichtete RTL.de legte um "nur" 33,7 Prozent auf gut 121 Millionen Visits zu.

Im Vergleich zu den Nachrichten-Angeboten fallen die Zugewinne zwar geringer aus, doch auch die Streaming-Angebote der beiden großen deutschen Sendergruppen verzeichneten im März eine deutlich höhere Nutzung. TVNow konnte sich um 13,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 37,8 Millionen Visits steigern. Joyn legte noch deutlich stärker um 22,8 Prozent zu und verzeichnete 25,2 Millionen Visits. Angebote wie Netflix oder Prime Video sind nicht IVW-gemessen, da ja ohnehin werbefrei.

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