Als großer Überflieger entpuppte sich die neue RTL-Show mit Oliver Pocher bislang immer nur dann, wenn "Gefährlich ehrlich" auf einen starken Vorlauf bauen konnte. Zuletzt lagen die Marktanteile am späten Donnerstagabend sogar regelmäßig unter der Marke von zehn Prozent in der Zielgruppe. Nicht so in dieser Woche: Überraschend deutlich ging es nach oben - auf starke 15,4 Prozent. "Pocher - gefährlich ehrlich" verzeichnete damit nicht nur den besten Wert seit der Premiere, sondern lag auch klar über den Normalwerten des Kölner Senders.

Insgesamt konnten sich um 23:05 Uhr im Schnitt 1,12 Millionen Zuschauer für die Sendung begeistern. Das waren 400.000 Zuschauer mehr als noch vor einer Woche und sorgte dafür, dass auch hier der Marktanteil mit 7,8 Prozent nun ein ganzes Stück besser ausfiel. Der Erfolg beruht ein Stück weit auf eigener Stärke, denn "Doctor's Diary" erreichte eine Stunde zuvor noch weniger Zuschauer als Pocher. Hilfreich war jedoch, dass die Serien-Wiederholungen in dieser Woche spürbar erfolgreicher waren: Ohne "Beauty & The Nerd" als Konkurrenz holten zwei "Lehrer"-Folgen zunächst Marktanteile von 11,4 und 11,0 Prozent, "Doctor's Diary" schaffte ebenfalls 11,0 Prozent.

Marktanteils-Trend: Pocher - gefährlich ehrlich!
Pocher - gefährlich ehrlich!

RTL war damit am Donnerstag in der Primetime durchgängig Marktführer. Stärkster Verfolger um 20:15 Uhr war die Sat.1-Serie "Lincoln Rhyme: Der Knochenjäger", die sich mit 1,66 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 9,7 Prozent weiter in stabiler Verfassung präsentiert. Umso überraschender, dass das Zusammenspiel mit "FBI: Crime Scene Unit" diesmal nicht so recht funktionieren wollte. Die Serie musste sich anschließend mit nur 6,2 Prozent Marktanteil begnügen und fiel damit auf den schwächsten Wert seit Dezember. "Criminal Minds" sackte später auf nur 5,6 Prozent ab.

Beim Gesamtpublikum hatte derweil "Der Zürich-Krimi" im Ersten leichtes Spiel. Trotz Wiederholung zählte der Film im Schnitt 5,39 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 19,0 Prozent. Das ZDF erreichte parallel dazu mit seiner Komödie "So einfach stirbt man nicht" durchschnittlich 3,57 Millionen Zuschauer, die für 12,6 Prozent Marktanteil sorgten. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief's mit nur 4,2 Prozent zudem ziemlich mau.