Wegen den Corona-Auswirkungen sind alle großen Musik-Konzerte abgesagt bzw. verschoben worden. Das betrifft auch Kaisermania 2020. In dieser Reihe tritt Schlagerstar Roland Kaiser jährlich am Dresdner Elbufer auf. Der MDR wollte seinen Zuschauer trotzdem etwas Kaiser-Feeling geben und wiederholte am Samstagabend schlicht das Konzert aus dem vergangenen Jahr. Mit 610.000 Zuschauern und 2,9 Prozent Marktanteil lief es auch recht gut. 

Aber es machte sich eben doch bemerkbar, dass es nur eine Wiederholung war. Ein Jahr zuvor sahen mit 1,22 Millionen Zuschauern doppelt so viele Menschen zu, damals wurden sogar 5,1 Prozent Marktanteil gemessen. Doch der MDR hatte an diesem Samstag Roland Kaiser nicht nur als Aufguss im Programm. Kurz vor der Kaisermania-Wiederholung ging man live auf Sendung und begrüßte in einem "Kaisermania Spezial" eben auch den Sänger. Das wollten 470.000 Menschen sahen, was 2,4 Prozent Marktanteil entsprach. Während die Sondersendung bei den 14- bis 49-Jährigen übrigens auf sehr gute 2,1 Prozent Marktanteil kam, holte das Konzert danach nur 1,2 Prozent. 

Noch deutlich erfolgreicher lief es am Samstag aber für Andy Borg. Dessen "Schlager-Spaß" erreichte zur besten Sendezeit 1,65 Millionen Zuschauer und damit die höchste Reichweite in diesem Jahr. Der SWR hatte damit zur besten Sendezeit mehr Zuschauer als ProSieben und Sat.1. Und mit 7,6 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum kann man auch sehr zufrieden sein. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit 1,3 Prozent dagegen wie erwartet nicht ganz so stark. Noch ein paar Zuschauer mehr hatte Andy Borg durch die zusätzliche Ausstrahlung im Saarländischen Rundfunk. Im SWR-Sendegebiet lag der Marktanteil übrigens bei sehr guten 11,3 Prozent. 


Reichweiten-Sieger in der Primetime war am Samstag aber das ZDF mit seinen Krimis. "Stralsund" erreichte 4,18 Millionen Zuschauer, "Die Chefin" kam danach noch auf 3,78 Millionen. Mit 19,2 und 17,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum lagen beide Reihen deutlich über dem Senderschnitt. Das Erste kam mit der Komödie "Einmal Sohn, immer Sohn" auch auf überdurchschnittliche 14,2 Prozent, 3,10 Millionen Menschen schalteten ein. Und mit der "Tagesschau" verzeichnete Das Erste sogar den Gesamtsieg bei Jung und Alt. 4,33 Millionen Menschen sahen zu, 21,8 bei allen sowie 21,9 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern waren die Folge.