Auch wenn am Mittwoch mehr als fünf Millionen Zuschauer das "ARD extra" zur Corona-Lage sahen, hat "Babylon Berlin" nicht vom starken Vorlauf profitieren können. Die Serie verlor im Vergleich zum Staffel-Auftakt vom Sonntag mehr als eine Million Zuschauer und fiel mit ihren drei am Stück gezeigten Folgen auf die niedrigste Reichweite seit dem Start. Zum Vergleich: Den Serien-Auftakt hatten vor zwei Jahren noch fast acht Millionen gesehen.

Diesmal reichte es dagegen nur noch für einen Marktanteil von 11,3 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit 6,6 Prozent sogar noch ein ganzes Stück schlechter - auch hier musste "Babylon Berlin" ein neues Tief hinnehmen. Dass die Serie in der Mediathek stark nachgefragt ist, dürfte aber zumindest ein Trost sein. Mit dem Tagessieg hatte "Babylon Berlin" letztlich nichts zu tun: Der ging stattdessen an "Aktenzeichen XY... ungelöst", das mit 5,89 Millionen Zuschauern auf einen hervorragenden Marktanteil von 19,6 Prozent kam.

Für die ZDF-Verbrecherjagd mit Rudi Cerne bedeutet das die höchste Reichweite seit Mai. Gleichzeitig landete "XY" bei den 14- bis 49-Jährigen mit 1,23 Millionen 14- bis 49-Jährigen sowie 14,0 Prozent Marktanteil hauchdünn vor der "Bachelorette" bei RTL. Eher ernüchternd fielen dagegen die Quoten der neuen ZDFneo-Serie "Breaking Even" aus, die mit 520.000 Zuschauern startete und mit der zweiten Folge schon nicht über 440.000 Zuschauer hinauskam. Beim jungen Publikum reichte es für Marktanteile von nur 0,8 und 0,4 Prozent.

Zufrieden kann man in Mainz dagegen mit dem Staffel-Auftakt von "Heldt" sein. Eingebettet zwischen "ZDF spezial" und "XY" verzeichnete die Vorabendserie durchschnittlich 3,85 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 12,7 Prozent. Die "SOKO Wismar" war um kurz nach 18 Uhr sogar noch ungleich stärker und steigerte sich auf 4,27 Millionen Zuschauer sowie 21,0 Prozent Marktanteil. Nachmittags trieb eine Wiederholung der "Rosenheim-Cops" den ZDF-Marktanteil gar auf 23,9 Prozent.