Mit "Die Chefin" hat das ZDF in den vergangenen Jahren am Freitagabend regelmäßig sehr gute Quoten eingefahren, um die fünf Millionen Zuschauer sahen zuletzt im Schnitt zu. Nun ist die neue Staffel gestartet und hat sich mit einem Reichweiten-Rekord zurückgemeldet: 6,24 Millionen Zuschauer sahen sich die neueste Folge der Krimiserie an. Damit erreichte "Die Chefin" überhaupt zum ersten Mal mehr als sechs Millionen Zuschauer. Der bisherige Rekord wurde im Februar 2012 erzielt, als die Serie im ZDF mit 5,80 Millionen Zuschauern startete. 

Es ist also eine Duftmarke, die die Krimiserie da am Freitagabend gesetzt hat - Tagessieg inklusive. Der Marktanteil lag bei starken 21,0 Prozent. Da ist es für die Mainzer dann auch zu verschmerzen, dass die Serie bei den 14- bis 49-Jährigen mit 6,5 Prozent nicht annähernd so ein Erfolg war. Den Doppelsieg für das ZDF perfekt machte im Anschluss an "Die Chefin" dann noch "SOKO Leipzig", das mit 5,17 Millionen Zuschauern die höchste Reichweite im laufenden Jahr einfuhr, 18,0 Prozent Marktanteil wurden hier gemessen. 

Aber auch sonst lief es für das ZDF mit fiktionalen Stoffen gut: "SOKO Kitzbühel" und "Betty Diagnose" kamen am Vorabend auf 3,83 und 3,52 Millionen Zuschauer, damit erreichten die Mainzer 20,4 und 13,0 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Beide Serien waren damit auch gefragter als der Film "Reiterhof Wildenstein - Neuanfang", den Das Erste zur besten Sendezeit ausstrahlte. 3,16 Millionen Zuschauer sorgten hier für 10,7 Prozent Marktanteil. 

Doch noch einmal zurück zum ZDF, wo sich am späten Abend auch die "heute show" in bestechender Form präsentierte: 4,69 Millionen Zuschauer schalteten ein, das war die höchste Reichweite seit Mai. Gut möglich, dass die Sendung mit Oliver Welke durch zeitversetzte Nutzung noch die Marke von fünf Millionen Zuschauern überspringt. Die "heute show" gehört ja bekanntlich zu den Formaten mit höchster Nutzung im Nachhinein. Mit 21,0 bei allen und 19,5 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern lief es einmal mehr hervorragend. Eine XXL-Ausgabe von "Aspekte" sahen sich danach im Schnitt noch 760.000 Menschen an, das hatte 5,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum zur Folge. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit 4,7 Prozent noch etwas schlechter.