Im Jahr 2020 ist vieles anders als sonst, nur eins scheint gewiss: Auf Florian Silbereisen ist Verlass. Der moderierte am Freitag im MDR die "Schlagerchance in Leipzig" und erreichte damit gute Quoten. 1,77 Millionen Zuschauer schalteten zur besten Sendezeit ein, das ließ den Marktanteil auf starke 6,0 Prozent steigen. Und ganz nebenbei lag der MDR damit auch vor vielen Privatsendern. So hatte nicht nur die "Greatnightshow" in Sat.1 weniger Zuschauer, sondern auch der Katastrophenfilm "Deepwater Horizon" bei ProSieben, den sich 1,45 Millionen Menschen ansahen. 

Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit der von Jürgens TV produzierten Schlagershow für MDR-Verhältnisse recht gut, hier erreichte Florian Silbereisen immerhin 2,2 Prozent. "Deepwater Horizon" kam auf 7,8 Prozent - damit kann man in Unterföhring allerdings nicht wirklich zufrieden sein. Überzeugen konnte die "Schlagerchance in Leipzig" übrigens vor allem im Sendegebiet des MDR, hier waren 16,0 Prozent Marktanteil drin. "MDR Aktuell" und "Riverboat" waren im Anschluss mit 19,0 und 21,9 Prozent noch erfolgreicher. 

Neben ProSieben hatten am Freitag aber auch andere Sender Probleme mit US-Ware. Bei Vox blieben zwei neue Folgen von "Law & Order: SVU" bei lediglich 3,9 und 5,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hängen. Durch die vielen Sendeplatz-Wechsel in der Vergangenheit hat Vox offenbar auch viele Stammzuschauer vergrault. Nicht besser sieht es für Kabel Eins aus - im Gegenteil. Zwei frische "Blue Bloods"-Episoden erzielten nur 3,4 und 2,8 Prozent Marktanteil. 

Deutlich besser machte seine Sache am Freitagabend da schon RTLzwei: Mit dem Film "Die Unfassbaren - Now You See Me" unterhielt der Sender 1,20 Millionen Zuschauer, 560.000 davon kamen aus der werberelevanten Zielgruppe. Der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen betrug so 7,3 Prozent. "Pfad der Rache" fiel im Anschluss allerdings auf 5,3 Prozent zurück.