Sat.1 hat sich gewiss keinen leichten Abend ausgesucht für die Primetime-Premiere seiner Kuppelshow "Hochzeit auf den ersten Blick" - und dann machte dem Sender wenige Tage vor der Ausstrahlung auch noch Corona einen Strich durch den Plan, mit einer Live-Hochzeit in die neue Staffel zu starten. Die Auftakt-Quoten bewegten sich aber zumindest über dem Senderschnitt, wenn auch im klar einstelligen Bereich: Mit 700.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren verzeichnete "Hochzeit auf den ersten Blick" einen Marktanteil von 8,6 Prozent.

Das war deutlich weniger als die Show auf dem bisherigen Vorabend-Sendeplatz erzielte. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren im Schnitt mehr als 13 Prozent drin. Am Mittwochabend reihte sich Sat.1 dagegen hinter der RTL-Datingshow "Die Bachelorette" ein, die jedoch massive Verluste hinnehmen musste. Waren zuletzt noch mehr als 13 Prozent Marktanteil drin, so musste sich die Show in dieser Woche mit nur noch 10,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen begnügen. Das war sogar ein neues Allzeit-Tief für die "Bachelorette".

Dabei hatte das "RTL aktuell Spezial" zuvor noch mit 13,3 Prozent überzeugen können. Später am Abend steigerte sich "Stern TV" auf 12,4 Prozent und das "Nachtjournal" gar auf tolle 19,2 Prozent. Auch insgesamt musste RTL mit der "Bachelorette" Verluste hinnehmen - gegenüber der Vorwoche kamen der Sendung über eine Viertelmillion Zuschauer abhanden, sodass diesmal nur noch 1,66 Millionen gezählt wurden. Sat.1 kam mit "Hochzeit auf den ersten Blick" indes auf 1,57 Millionen Zuschauer sowie 5,8 Prozent Marktanteil.

Magerkost bot der Abend aus Quotensicht für ProSieben, wo allenfalls "Grey's Anatomy" funktioneirte. 1,41 Millionen Zuschauer und ein Marktanteil von 8,7 Prozent in der Zielgruppe waren am Mittwoch drin, doch "Seattle Firefighters" und "Atlanta Medical" schafften nur noch 6,8 beziehungsweise 5,7 Prozent Marktanteil. Für "Two and a half Men" waren später sogar zeitweise nur 3,3 Prozent drin. Und auch bei Vox enttäuschte der Serien-Abend. "The Good Doctor" blieb bei weniger als vier Prozent hängen, "Chicago Med" und "New Amsterdam" erzielten Werte von 3,1 und 4,1 Prozent.