Wegen der Corona-Pandemie bleibt "Germany's next Topmodel" in diesem Jahr erstmals komplett in Europa, doch den Quoten hat das nicht geschadet. Im Gegenteil: Zum Auftakt der neuen Staffel war das Interesse des Publikums sogar größer als in den vergangenen Jahren: 2,33 Millionen Zuschauer verfolgten am Donnerstag die erste Folge bei ProSieben, darunter 1,55 Millionen 14- bis 49-Jährige. In der Zielgruppe belief sich der Marktanteil auf starke 18,3 Prozent - einen erfolgreicheren Staffel-Auftakt legten Klums "Topmodels" zuletzt vor zehn Jahren hin. 

Unterm Strich reichte es allerdings nur für Platz drei der meistgesehenen Sendungen des Tages. Ganz vorne rangierte beim jungen Publikum die "Tagesschau", gefolgt vom Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, das bei RTL zur besten Sendezeit sogar auf 1,64 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer kam. Hier lag der Marktanteil bei 17,7 Prozent. Insgesamt verfolgten 3,37 Millionen Zuschauer die viertelstündige Sondersendung. Zum Vergleich: Das Merkel-Interview im Ersten hatten zwei Tage zuvor noch mehr als fünf Millionen Zuschauer gesehen.

Danach fiel RTL zudem deutlich hinter ProSieben zurück: So verbuchte "Der Lehrer" mit 1,98 Millionen Zuschauern sowie 12,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe neue Staffel-Tiefstwerte, ehe "Magda macht das schon" auf 10,7 Prozent zurückfiel. Mit insgesamt 1,71 Millionen Zuschauern erreichte die Comedyserie zugleich so wenige Fans wie noch nie. "Schwester, Schwester" blieb im Anschluss mit 1,60 Millionen Zuschauern sowie 10,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe ebenfalls blass.

Beim Gesamtpublikum machten derweil ARD und ZDF den Tagessieg unter sich aus: 6,99 Millionen Zuschauer führten den "Bergdoktor" im Zweiten auf die Spitzenposition und trieben den Marktanteil auf 20,3 Prozent. "Der Zürich-Krimi" lag im Ersten mit 6,53 Millionen Zuschauern nur knapp dahinter. Dazwischen landete die "Tagesschau", die alleine im Hauptprogramm von 6,63 Millionen Zuschauern gesehen wurde. Ebenfalls stark war das "heute-journal", das um 21:45 Uhr noch 5,88 Millionen vor dem Fernseher hielt.