Ab kommendem Montag nimmt RTL in Sachen Nachmittagsprogramm einen weiteren neuen Anlauf. Dann sollen es tierische Formate richten. Um 14 Uhr läuft fortan eine neue Haustiershow namens "Wir lieben Tiere", eine Stunde später das Reportage-Format "Tierretter mit Herz". Rückblick: Vor etwas mehr als einem Jahr sortierte RTL sein Nachmittagsprogramm schon einmal neu; startete Studioshows wie "Marco Schreyl" und "Hensslers Countdown". Allzu lange verweilten die Formate nicht im Programm, mittlerweile sind sie wieder Geschichte. Zurückliegenden Herbst setzte der Sender dann wieder vermehrt auf Scripted-Realitys, darunter war auch "Tatort Deutschland – Aus den Akten der Justiz", das nun am Freitag um 14 Uhr vorerst letztmalig ausgestrahlt wurde.

Die Bilanz fiel ziemlich durchwachsen aus. Die vorerst letzte Folge erreichte 670.000 Zuschauer ab drei Jahren, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 7,8 Prozent Marktanteil gemessen. Einstellige Marktanteile und somit ein Verweilen unter dem RTL-Senderschnitt, das war die Regel für die Produktion. In diesem Jahr schafften bis dato überhaupt nur zwei Ausgaben den Sprung auf über zehn Prozent in der Zielgruppe, der Rekord liegt bei 11,3 Prozent und wurde am zweiten Februar-Mittwoch aufgestellt. Mit 7,7 Prozent Marktanteil im Schnitt in diesem Jahr lief "Tatort Deutschland" jedenfalls nicht stark genug – 7,7 Prozent, das war übrigens auch der Durchschnittswert der nun finalen Sendewoche.

Marktanteils-Trend: Tatort Deutschland - Aus den Akten der Justiz

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Quelle: DWDL.de-Recherche
dwdl.de/zahlenzentrale
ab 3 Jahren
14-49 Jahre

Recht schwer taten sich am Freitag ab 15 Uhr dann auch zweieinhalb Stunden mit den "Superhändlern". Die Trödelshow kam mit einer ersten Ausgabe auf gerade einmal 6,2 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen, ab 16 Uhr standen dann immerhin 7,9 Prozent zu Buche 0,56 und 0,73 Millionen Zuschauer ab drei Jahren wurden gemessen. Unter anderem dem schlechten Lead-In geschuldet sind dann wohl auch die weiterhin ziemlich ausbaufähigen "Unter uns"-Quoten: Die RTL-Daily, die ab 17:30 Uhr läuft, lag am Freitag bei schlechten 8,8 Prozent Marktanteil. Für die Serie aus dem Hause UFA Serial Drama war es der schwächste Wert der Woche. Bessere Laune brachten noch die Quoten vom Mittwoch hervor, Mitte der Woche interessierten sich 12,1 Prozent der 14- bis 49-Jährigen für die Storys aus der Schillerallee.

Einen bitteren Freitagmorgen erlebte RTL obendrein: Die zwischen 5:30 und 8:30 Uhr gesendete Morgenshow "Guten Morgen Deutschland" fiel auf im Schnitt gerade einmal 190.000 Zuschauer, bei den Umworbenen erreichte die dreistündige Produktion schlechte 5,9 Prozent. In der vergangenen Woche kamen die fünf Ausgaben der Sendung somit im Schnitt auf gerade einmal 6,9 Prozent – das ist der niedrigste Wochenschnitt der vergangenen Jahre. Das "Sat.1 Frühstücksfernsehen" sicherte sich am Freitag zwischen 5:30 und 10 Uhr derweil 14,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe und insgesamt rund 0,56 Millionen Zuschauer.