Gute Zeiten und schlechte Zeiten erlebte Sat.1 mit seinem Programm am Freitag. Der Münchner Privatsender brachte in der Primetime etwa die Spielshow "5 Gold Rings" mit einer Promi-Ausgabe zurück. Für das Quiz war es der bis dato zweite Auftritt im Abendprogramm, für mehr als eine Million Zuschauer ab drei Jahren reichte es aber nicht. Enttäuschend fiel auch der Zielgruppen-Marktanteil aus, der auf 5,5 Prozent beziffert wurde. Somit machte die von Steven Gätjen moderierte Produktion auch nicht gerade Werbung, sich doch noch einmal im Vorabendprogramm des Senders beweisen zu dürfen.


Dort verrichteten auch am Freitag zwei Folgen vom "Buchstaben-Battle" ihren Dienst – allerdings mehr schlecht als recht. Zwischen 18 und 19:55 Uhr schauten gerade einmal 0,66 und 0,76 Millionen Menschen ab drei Jahren zu, bei den Umworbenen waren es 4,6 sowie 4,7 Prozent Marktanteil, die gemessen wurden. Somit fand auch der neue "ran Bundesliga Flash" um 19:55 Uhr kaum Anklang. Die rund zwei Minuten lange Sendung erreichte bei den Umworbenen gerade einmal 4,6 Prozent Marktanteil. Die nachfolgenden "Sat.1 Nachrichten" waren mit dennoch unterdurchschnittlichen 6,2 Prozent in der Zielgruppe fast schon ein Lichtblick.

Wahnsinnig stark präsentiert sich derzeit das "Sat.1 Frühstücksfernsehen". Die Morgenshow, die schon in den Wochen zuvor blendend lief, steigerte sich nochmals. Der Wochenschnitt der viereinhalbstündigen Sendung lag diesmal bei 19,6 Prozent, angetrieben nicht zuletzt von einer wunderbar laufenden Freitagsausgabe, die auf 20,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe kam. Für die Produktion aus Berlin war es die stärkste Woche seit Juli 2011. Dass die Sendung drei Mal in einer Woche bei über 20 Prozent lag, wie diesmal der Fall, gab es zuletzt im Oktober 2008.

Marktanteils-Trend: Sat.1-Frühstücksfernsehen

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Quelle: DWDL.de-Recherche
dwdl.de/zahlenzentrale
ab 3 Jahren
14-49 Jahre


Ab zehn Uhr vormittags war der Quotenspaß für Sat.1 dann aber auch schon vorbei. "Im Namen der Gerechtigkeit" ließ die Werte auf 6,8 Prozent purzeln, zwei Wiederholungen von "Mein dunkles Geheimnis" in der 11-Uhr-Stunde landeten bei 5,4 und 6,1 Prozent. A pro pos schlechte Quoten: Vox sendete am Freitagabend primetimefüllend "Chicago Fire" – die US-Serie landete zwischen 20:15 und 23 Uhr mit drei Folgen bei jeweils miesen 2,6 Prozent in der Zielgruppe, nach 23 Uhr ging es sogar auf 2,5 Prozent nach unten. Die Reichweiten stiegen auf niedrigem Niveau zunächst kontinuierlich: Von 570.000 auf 580.000 und 590.000, ehe die finale Folge des Abends dann rund 460.000 Menschen in ihren Bann zog.