3:0 hat Deutschland am Donnerstag gegen Island in der WM-Qualifikation gewonnen. RTL bescherten Jogis Jungs damit richtig gute Quoten: Exakt 7,00 Millionen Menschen sahen sich die erste Halbzeit an, während den zweiten 45 Minuten waren es noch immer 6,60 Millionen. Damit war RTL am Donnerstag der mit Abstand erfolgreichste Sender, die Marktanteile beim Gesamtpublikum lagen bei 21,2 und 25,1 Prozent. 

Und auch beim jungen Publikum setzte sich RTL am Donnerstag dank des Spiels an die Spitze: Mit 2,21 Millionen Zuschauern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren waren in Halbzeit eins 23,8 Prozent Marktanteil drin, später stieg dieser Wert noch auf 25,3 Prozent. Für die Kölner sind diese Quoten Balsam auf die geschundene Seele: In den vergangenen Wochen kriselte der Donnerstag gewaltig, auch die einst so erfolgreiche Serie "Der Lehrer" holte zuletzt nur noch schlechte Quoten, was nicht zuletzt dem Hauptdarsteller-Wechsel geschuldet sein dürfte. 

In dieser Woche lief es am Donnerstag jedenfalls deutlich besser. Auch die Analyse, bei der erstmals Uli Hoeneß für RTL im Einsatz war, sowie die Zusammenfassung der weiteren Spiele erreichte am späten Abend sehr gute 15,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, 2,20 Millionen Menschen blieben im Anschluss an das Spiel noch dran. Mit einem Tagesmarktanteil in Höhe von 14,7 Prozent landete man an diesem Donnerstags ausnahmsweise deutlich vor ProSieben, das aber ebenfalls sehr gute 11,4 Prozent erzielte. 

ProSieben Maxx hatte am Donnerstag ebenfalls viel Fußball im Programm, konnte mit der U21-EM aber so gar nicht punkten. Gleich drei Spiele übertrug man, erfolgreich war keins davon. Die Partie zwischen England und der Schweiz erreichte am Nachmittag in der Spitze nur 1,2 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe, Russland gegen Island blieb danach bei Werten unter 1,0 Prozent hängen. Und als am Abend Frankreich und Dänemark gegeneinander spielten, sahen nicht einmal 100.000 Menschen zu, hier waren 0,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe das Höchste der Gefühle - dieses Match hatte aber auch die deutsche Nationalelf im Gegenprogramm. Dennoch lässt sich wohl schon jetzt sagen, dass die U21-EM für ProSieben Maxx kein Selbstläufer wird, zumindest nicht in der Gruppenphase.