Ob das Dieter Bohlen ärgern wird? Der Pop-Titan hatte sich vergangene Woche krank gemeldet. Somit wird das "Deutschland sucht den Superstar"-Urgestein in diesem Jahr sowohl das Halbfinale als auch das Finale verpassen und damit seine letzten Auftritte in der Casting-Show. Ab kommendem Jahr setzt RTL auf eine komplett neue Jury und somit nicht mehr auf Bohlen. An diesem und dem kommenden Wochenende ist nun Thomas Gottschalk der Ersatz für Bohlen. Das Resultat: Die Zielgruppen-Quote der Sendung war so hoch wie noch nie in dieser Staffel. Gemessen wurden 19,2 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen, 4,3 Prozentpunkte mehr als sieben Tage zuvor.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass das Halbfinale diesmal auch deutlich länger war als die Ausgaben zuvor. Erst um kurz vor Mitternacht endete die Übertragung, eine Woche zuvor war schon gegen 23:20 Uhr Schluss. Das treibt die Quote tendenziell nach oben; allein durch diesen Faktor lassen sich die immensen Gewinne aber nicht erklären, zumal auch die Reichweite klar ins Plus drehte. Nach etwas weniger als drei Millionen Zuschauern sieben Tage zuvor, sahen das Halbfinale nun 3,23 Millionen Menschen. Für "DSDS" war es die beste Sehbeteiligung seit dem 20. Februar 2021.

Abschied nehmen hieß es dann ab Mitternacht. Mit dem Staffelfinale von "Take Me Out" sagte Ralf Schmitz der Sendung 'Goodbye' – und er ging mit einem Quotenknall. 24,2 Prozent der Umworbenen sahen die Produktion am späten Samstagabend, das war zugleich der höchste Wert seit rund 25 Monaten. 0,83 Millionen Umworbene sahen zu später Stunde noch zu, insgesamt lag die gemessene Reichweite sogar bei 1,66 Millionen. Gegen ein Uhr gesendete Nachrichten profitierten noch vom starken Quotenvorlauf, der kurze News-Block kam auf 22,4 Prozent in der Zielgruppe, die um 1:05 Uhr gestartete Late-Night-Show "Täglich frisch geröstet" musste aber deutlich sinkende Werte hinnehmen.

Marktanteils-Trend: Take me out

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Quelle: DWDL.de-Recherche
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In der klassischen Zielgruppe fiel die Quote auf 11,9 Prozent, rund 250.000 Umworbene sahen nachts noch zu. Insgesamt belief sich die gemessene Reichweite des Formats auf etwa 460.000 Zuschauer. Immerhin lag RTL zu dieser Zeit deutlich vor Sat.1: Hugo Egon Balders "Genial Daneben" kam ab ein Uhr nachts nämlich nicht über 4,1 Prozent Marktanteil hinaus. Auf 4,3 Prozent war ab 23 Uhr eine Wiederholung der Show "United Voices" gekommen – das Format war somit also ein schlechtes Anschlussprogramm der Primetime-Sendung "The Voice Kids": Die Casting-Show machte auch an diesem Samstagabend wieder eine gute Figur, sie bescherte Sat.1 zehneinhalb Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten und insgesamt 2,02 Millionen Zuschauer.

Das tröstete aber nicht darüber hinweg, dass der Sender einen Samstag zum Vergessen erlebte, was an schlechten Quoten tagsüber lag. Fünf Re-Runs von "Auf Streife" kamen ab vormittags auf zwischen rund vier und fünf Prozent, ähnliches Niveau erreichten ab 15 Uhr die Vermisstenfahnder der "Ruhrpottwache". Und Ruth Moschner holte ab 17 Uhr mit einem dreifachen "Buchstaben Battle" nur miese 3,0, 2,9 und 4,5 Prozent. Ergebnis: Sat.1 musste sich mit einem Zielgruppen-Tagesmarktanteil in Höhe von gerade einmal 5,7 Prozent zufrieden geben.

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