Aus 15 Minuten wurden sieben Stunden: Mit einer Echtzeit-Doku über den Alltag einer Pflegekraft sorgten Joko und Klaas am Mittwochabend bei ProSieben für Furore - und schafften es zugleich, das Interesse des Fernsehpublikums zu wecken. Durchschnittlich 730.000 Zuschauer zählte die Sendung, darunter 530.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren.

In der Zielgruppe verzeichnete ProSieben damit einen überzeugenden Marktanteil von 12,2 Prozent. Noch besser lief es bei den 14- bis 39-Jährigen, wo sogar 17,2 Prozent erzielt wurden. Bei den genannten Zahlen handelt es sich allerdings um Durchschnittswerte über die gesamten sieben Stunden hinweg - was bei einer so langen Sendung nur eine bedingte Aussagekraft besitzt.

Die höchste war übrigens zwischen 20:30 und 20:35 Uhr und lag in diesem Zeitraum bei durchschnittlich 1,812 Millionen Zuschauern, wie die AGF gegenüber DWDL.de mitteilte. In Wirklichkeit hat ProSieben ohnehin deutlich mehr Menschen erreicht: Am Tag danach spricht der Sender von einer Nettoreichweite von 5,84 Millionen Zuschauern. Dieser Wert gibt die Zahl all derer an, die mindestens eine Minute der Sendung am Stück gesehen haben.

Ein Erfolg war die Sendung zudem in den sozialen Netzwerken, nicht zuletzt auf Twitter, wo der Hashtag #NichtSelbstverständlich innerhalb kurzer Zeit auf den ersten Platz der Trends sprang. Über Nacht wurden fast 40.000 Tweets zu der Ausstrahlung abgesetzt. Entsprechend glücklich äußerte sich auch ProSieben-Chef Daniel Rosemann. "Ich hoffe, dass wir gemeinsam einen Beitrag leisten konnten, um auf die Missstände im Pflegeberuf in Deutschland aufmerksam zu machen, um eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen", sagte er am Morgen nach einer in jeglicher Hinsicht bemerkenswerten Sendung.

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