Zu Beginn des vergangenen Jahres schien es, als besitze Nitro ein Abo auf einen Marktanteil von mehr als zwei Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Das hat sich zuletzt jedoch geändert: Fünf Monate in Folge lag der RTL-Männersender unterhalb dieser Marke, doch im März konnte er sie nun wieder zurückerobern. Genau 2,0 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt - damit war Nitro der größte unter den kleinen Sendern. Gegenüber Februar verbesserte sich der Sender um 0,2 Prozentpunkte, während Konkurrent DMAX leicht auf 1,7 Prozent einbüßte und ProSieben Maxx stabil bei 1,4 Prozent lag.

Beim Gesamtpublikum machte dagegen ZDFneo einen kräftigen Sprung nach oben. Auch der ZDF-Spartensender war zuletzt ein ganzes Stück von seinen Rekordwerten entfernt - im Januar waren etwa nur 2,4 Prozent drin, nachdem es im vorigen Jahr zeitweise sogar für 3,3 Prozent gereicht hatte. Zahlreiche Krimi-Erfolge mit mehr als zwei Millionen Zuschauern trugen nun jedoch dazu bei, den Wert auf 2,9 Prozent zu steigern. Das gelang ZDFneo zuletzt im November. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren dagegen wie im Vormonat 1,7 Prozent Marktanteil drin.

    Marktanteil
14-49
+/-
Vormonat
+/-
Mar 20
Marktanteil
gesamt
Nitro 2,0 +0,2 -0,1 1,8
Super RTL 1,9 -0,1 ±0 1,3
ZDFinfo 1,8 ±0 +0,3 1,6
ZDFneo 1,7 ±0 ±0 2,9
DMAX 1,7 -0,1 +0,2 1,0
Sat.1 Gold 1,4 -0,1 -0,2 1,7
ProSieben Maxx 1,4 ±0 ±0 0,7
Welt 1,3 ±0 -0,2 1,0
sixx 1,3 ±0 +0,1 0,8
KiKa 1,2 +0,1 +0,1 0,8
Comedy Central 1,2 ±0 +0,3 0,4
RTLplus 1,1 -0,1 -0,2 1,8
n-tv 1,1 -0,2 -1,0 1,1
kabel eins Doku 1,1 ±0 +0,2 0,7
Disney Channel 1,0 -0,2 -0,4 0,7
Tele 5 0,9 +0,2 -0,1 1,0
TLC 0,9 -0,1 +0,2 0,6
3sat 0,8 -0,1 +0,1 1,3
Phoenix 0,8 ±0 -0,1 1,0
Arte 0,7 -0,1 -0,1 1,1
One 0,5 +0,1 -0,1 0,9
Sport1 0,4 ±0 -0,1 0,5
tagesschau24 0,4 ±0 -0,1 0,3
Nickelodeon 0,4 +0,1 ±0 0,3
N24 Doku 0,4 ±0 ±0 0,3
Toggo Plus 0,4 ±0 +0,1 0,2
Deluxe Music 0,4 ±0 -0,2 0,2
Servus TV 0,3 ±0 ±0 0,4
Vox Up 0,3 ±0 +0,1 0,3
HGTV 0,2 ±0 +0,1 0,2
Sky Sport News HD 0,2 ±0 +0,1 0,1
MTV 0,2 ±0 ±0 0,1
Eurosport1 0,1 -0,3 ±0 0,3

Die Spalte +/- gibt die Veränderung im Vergleich zum Vormonat bzw. zum Vorjahresmonat an. Dritte Programme fehlen. Quelle: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, 01.02.2021-28.02.2021

Bemerkenswert: ZDFinfo lag beim jungen Publikum im März erneut vor ZDFneo. Auf starke 1,8 Prozent belief sich der Marktanteil des Senders, der sich vor allem auf Dokus konzentriert. Gegenüber März 2020 beträgt das Plus stattliche 0,3 Prozentpunkte. Über ein schönes Plus kann man sich zudem bei Tele 5 freuen, wo der Marktanteil um 0,2 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent in der Zielgruppe anzog. Beim Gesamtpublikum wurde sogar erstmals seit Oktober wieder die Ein-Prozent-Hürde übersprungen.

HR Fernsehen wächst gegen den Trend

Für die Dritten Programme ging es im März dagegen nach den starken Zahlen des Vormonats wieder nach unten. Der Marktanteil aller Dritten sank bundesweit um 0,8 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent, womit diese Sender zusammengerechnet die zweitstärkste TV-Kraft waren. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 5,6 Prozent erzielt.  Gegen den Trend konnte einzig das HR Fernsehen zulegen, das mit einem Monatsmarktanteil von 7,1 Prozent in Hessen so stark unterwegs war wie seit fast genau fünf Jahren nicht mehr. Deutliches Schlusslicht war der RBB, der mit 6,0 Prozent dagegen den schwächsten Wert seit über einem Jahr.

  MA Sendegebiet
ab 3
+/-
Vormonat
MA bundesweit
ab 3 
MA bundesweit
14-49 
MDR 10,0 -0,6 2,0 0,7
NDR 8,6 -0,4 2,7 1,0
BR 7,9 -0,7 1,9 0,7
WDR 7,7 -0,4 2,5 1,4
SWR 7,2 -0,6 2,0 0,7
HR 7,1 +0,3 1,1 0,6
RBB 6,0 -0,7 1,1 0,6

Die Spalte +/- gibt die Veränderung im Vergleich zum Vormonat an. Quelle: DWDL.de-Recherche / AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, 01.02.2021-28.02.2021

Ganz vorne platzierte sich auch im März wieder das MDR Fernsehen, dem nun schon zum zehnten Mal in Folge ein zweistelliger Marktanteil im eigenen Sendegebiet gelang. Genau 10,0 Prozent waren es diesmal, was im Übrigen 0,6 Prozentpunkte mehr sind als noch im März vergangenen Jahres. Das NDR Fernsehen lag im Norden mit 8,6 Prozent noch einen halben Prozentpunkt über dem Vorjahreswert und belegte damit den zweiten Rang im Dritten-Ranking. Das BR Fernsehen verteidigte seinen dritten Platz, auch wenn der Marktanteil im Vergleich zum Februar um 0,7 Prozentpunkte zurückging.

Kika im Aufwind, Super RTL weit vor Disney

Der Kika hat im März einen kräftigen Quoten-Sprung gemacht: Womöglich auch ein Stück weit getrieben vom Jubiläum der "Sendung mit der Maus", verzeichnete der öffentlich-rechtliche Kindersender einen Marktanteil von 18,4 Prozent in der Kernzielgruppe der 3- bis 13-Jährigen. Das war fast ein Prozentpunkt mehr als im Februar, gegenüber März 2020 steigerte sich der Kika sogar um 2,4 Prozentpunkte. Super RTL und Toggo Plus zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt und steigerten sich ebenfalls - wenn auch zusammen nur um 0,3 Prozentpunkte auf 21,9 Prozent. Die Kölner erreichten damit mehr als das Doppelte des Disney Channels, der im Gegenzug bei den Kids fast vier Prozentpunkte schwächer abschneidet als noch vor einem Jahr.

  MA 3-13
(6:00-20:15)
+/-
Vormonat
+/-
Mär 20
Super RTL inkl. Toggo Plus 21,9 +0,3 +2,0
Kika 18,4 +0,9 +2,4
Disney Channel 10,5 +0,3 -3,9
Nick 5,9 ±0 -0,7

Die Spalte +/- gibt die Veränderung im Vergleich zum Vormonat bzw. zum Vorjahresmonat an. Quelle: DWDL.de-Recherche / AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, 01.03.2021-31.03.2021

So lief der März im Pay-TV 

Steigende Marktanteile fürs Pay-TV: Die von Sky Media vermarkteten Sender erzielten im März zusammengerechnet einen Marktanteil von 4,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Zufrieden wird man bei Sky vor allem mit dem Start der neuen Formel-1-Saison sein, die dank der neuen Exklusivität mit 1,12 Millionen Zuschauern neue Bestwerte markierte - ein guter Ausgleich für die Champions League, die zuletzt ebenfalls die Millonen-Marke knackte, aber nach der laufenden Saison ausschließlich bei DAZN und Amazon zu sehen sein wird. Größter Quoten-Hit des Monats war das Bundesliga-Spiel zwischen Bayern und Dortmund, das sogar die Marke von zwei Millionen Zuschauern knackte.

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