Mit einem guten Tagesmarktanteil von 10,6 Prozent ergatterte ProSieben zum Start in die Woche die Marktführerschaft in der Zielgruppe vor RTL. Dass nicht noch mehr drin war, dürfte auch an der Programmänderung in der Primetime gelegen haben, die dazu führte, dass die erst vor einer Woche überraschend stark gestartete Serie "Chernobyl" erst 45 Minuten später zu sehen war als ankündigt - und auf diese Weise fast 900.000 Zuschauer einbüßte.

Wurden zum Start noch 2,43 Millionen Zuschauer zählt, waren diesmal nur noch 1,55 Millionen dabei. Gleichzeitig ging der Marktanteil in der Zielgruppe um über vier Prozentpunkte auf 12,5 Prozent zurück - ein Erfolg war "Chernobyl" damit natürlich trotzdem, auch wenn ProSieben diesmal sowohl Sat.1 als auch Vox den Vortritt lassen musste. Die anschließende Doku "Tschernobyl - Die wahren Helden" steigerte sich jedoch noch auf 13,4 Prozent.

Das Interview mit Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock tat sich zum Start in den Abend dagegen ein ganzes Stück schwerer und musste sich mit einem Marktanteil von 8,5 Prozent in der Zielgruppe begnügen. Insgesamt verfolgten 1,07 Millionen Zuschauer das "ProSieben Spezial", sodass der Marktanteil hier bei 3,3 Prozent lag.

Umgekehrtes Bild dagegen bei "Hart aber fair", das im Ersten vor allem die Älteren ansprach. Während der Talk in dieser Woche insgesamt 3,30 Millionen Zuschauer erreichte, reichte es beim jungen Publikum für nur 5,7 Prozent Marktanteil. Die "Tagesthemen" drehten danach allerdings noch einmal deutlich auf und steigerten den Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen auf starke 10,3 Prozent. Insgesamt blieben 3,26 Millionen Zuschauer dran, sodass der Marktanteil hier 14,6 Prozent betrug.