Dr. Sandra Lee ist in Deutschland möglicherweise noch nicht jedem ein Begriff. Die Amerikanerin ist Dermatologin, betreibt seit ziemlich genau einem Jahrzehnt einen You-Tube-Kanal, auf dem sie Aufklärungsvideos hochlädt und geriet somit in den Fokus des amerikanischen TV-Senders TLC, den es auch in Deutschland gibt. So entstand eine Reality-Sendung rund um Pickel, Lipome, Zysten und andere Hautkrankheiten – "Dr. Pimple Popper" kommt in Amerika nach Senderangaben auf teils über vier Millionen Zuschauer und ist somit ein riesiger Erfolg. Auch in Deutschland läuft es blendend. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, zeigte der Spartensender von morgens bis nachts ausschließlich Episoden der Reality-Reihe und sicherte sich damit 1,4 Prozent Tagesmarktanteil - zuletzt waren beim Sender Werte unterhalb der Marke von einem Prozent üblich.

Nachmittags ab 16:30 Uhr kam "Dr. Pimple Popper" zum Beispiel auf 1,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, rund 140.000 Menschen schauten zu. Auch etwas früher am Tag waren die Quoten und Reichweiten stark. Die gegen halb ein Uhr gestartete Episode erreichte rund 100.000 Zuschauer ab drei Jahren, bei den 14- bis 49-Jährigen kam der Sender auf starke 1,7 Prozent.

Zwei Stunden später landete TLC mit Lee bei 1,5 Prozent Marktanteil. 120.000 Menschen insgesamt und 1,5 Prozent der Umworbenen schauten zudem am Vorabend die um 18:25 Uhr gestartete Episode. Zur Primetime stieg die Reichweite des amerikanischen Formats schließlich sogar auf 190.000 Menschen, die Quote jedoch fiel wegen der dann allgemein höheren Fernsehnutzung ab; auf noch 0,7 Prozent.

Nachrichtensender Welt ließ Michel Friedman ab 23 Uhr zum dritten "Open End"-Talk antreten, diesmal ging es rund vier Stunden lang um Freiheit. Erzielt wurde damit die bis dato beste Zielgruppen-Quote: Im Schnitt schauten 0,5 Prozent der Umworbenen bis tief in die Nacht zu.

Stark unterwegs war am Samstag derweil auch ZDFneo: 3,9 Prozent Tagesmarktanteil sicherte sich der Sender insgesamt, 2,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Unter anderem dafür verantwortlich war ein Quotenerfolg zur besten Sendezeit: Der Spielfilm "2012" nämlich sicherte sich ab 20:15 Uhr im Schnitt 3,3 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 2,9 Prozent insgesamt. 880.000 Menschen ab drei Jahren schalteten ein. Beim nachfolgenden "2 Fast 2 Furious" quietschten nicht nur die Reifen, sondern quasi auch die Marktanteile: 4,1 Prozent wurden bei den jungen Leuten erzielt, insgesamt schauten 0,58 Millionen zu. Nach Mitternacht steigerte sich "Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile" sogar auf vier Prozent insgesamt (0,35 Millionen) und 5,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.