Am Dienstagabend hat die Fußball-Europameisterschaft auch für die deutsche Nationalmannschaft begonnen - und zwar mit einer Niederlage gegen Frankreich. Das Interesse der Fans war dennoch riesig, auch wenn die Live-Übertragung im ZDF weniger Zuschauer vor den Fernseher lockte als die Auftakt-Matches der vergangenen Jahre. Durchschnittlich 22,56 Millionen Zuschauer zählte das EM-Spiel am 21:00 Uhr. Weniger waren es zuletzt vor neun Jahren, als Deutschland bei der EM zum Auftakt gegen Portugal spielte. Nach Angaben des ZDF schalteten in der Spitze bis zu 23,54 Millionen Zuschauer ein.

Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren hatte die erste Turnierpartie der DFB-Elf jeweils etwa 26 Millionen Zuschauer erreicht. Sehen lassen können sich die Quoten freilich trotzdem, schließlich lag der Marktanteil bei herausragenden 67,4 Prozent und damit auf einem ähnlichen Niveau wie vor fünf Jahren. Bei den 14- bis 49-Jährigen fiel das Interesse sogar noch größer aus: Dort trieben 9,17 Millionen Zuschauer den ZDF-Marktanteil auf fulminante 78,5 Prozent. Wie viele Fans das Spiel bei MagentaTV sahen, ist dagegen nicht bekannt.

Schon die Vorberichte ab 20 Uhr waren mit 7,37 Millionen Zuschauern sehr erfolgreich, wenige Minuten vor Anpfiff zählte das ZDF bereits 14,74 Millionen Zuschauer und auch die Analysen nach dem Spiel hielten noch 7,36 Millionen vor dem Fernseher. Nach 23 Uhr lag der Marktanteil beim jungen Publikum noch immer bei satten 53,0 Prozent. Traum-Quoten gab's zudem für das "heute-journal", das in der Halbzeitpause von 21,17 Millionen Zuschauer gesehen wurde und Marktanteile von 63,0 und 73,9 Prozent verbuchte. Später am Abend hielt "Markus Lanz" dann noch 2,56 Millionen Zuschauer beim ZDF, die für jeweils etwa 28 Prozent Marktanteil sorgten.

Und auch sonst war König Fußball am Dienstag einmal mehr gefragt: So lockte das EM-Spiel der deutschen Gruppengegner Ungarn und Portugal am Vorabend im Schnitt 6,44 Millionen Zuschauer zum ZDF, sodass die Marktanteile bei 34,3 und 38,0 Prozent lagen. Dazu kommt, dass das Länderspiel der Frauen am Nachmittag bereits 1,58 Millionen Zuschauer sowie 17,5 Prozent Marktanteil erreichte.

Die ZDF-Dominanz drückte sich dann auch in den Tagesmarktanteilen aus, die beachtliche Höhen erreichten: Während der Mainzer Sender beim Gesamtpublikum auf 35,4 Prozent kam, wurden bei den 14- bis 49-Jährigen über den Tag hinweg im Schnitt sogar 44,1 Prozent erzielt. Zum Vergleich: RTL kam als größter Verfolger beim jungen Publikum nicht über sechs Prozent hinaus, alle Sender schafften am Dienstag sogar nicht mal fünf Prozent.