Trotz der Konkurrenz durch die EM-Übertragungen bei ARD und ZDF schlugen sich die RTL-Soaps in der vergangenen Woche respektabel. Ein Rückgang des Interesses war zwar zu beobachten, dennoch waren "Alles was zählt" und "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" meist für zweistellige Marktanteile in der Zielgruppe gut. "Alles was zählt" tat sich nun am Montag aber deutlich schwerer als zuletzt und erreichte nur 8,7 Prozent Marktanteil. Das ist der niedrigste Wert seit ziemlich genau drei Jahren. Damals spielte die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-WM. 

Die Sport-Konkurrenz macht sich nun also auch am RTL-Vorabend sehr deutlich bemerkbar, wenngleich die 1,82 Millionen Zuschauer von "Alles was zählt" nach wie vor ein guter Wert sind. Damit lag man auch über den Werten, die "Undercover Boss" in der Primetime erzielte (DWDL.de berichtete). "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" lag trotz des schwächeren Vorlaufs am Montag im grünen Bereich: 2,28 Millionen Menschen schalteten ein, in der Zielgruppe wurden 13,8 Prozent Marktanteil gemessen. 

Groß sind die Probleme nach wie vor am Vorabend von Sat.1. Das war schon vor der EM so, das Turnier hat die Situation nun aber nicht gerade entspannt. Sowohl "Rolling" als auch "Buchstaben Battle" blieben bei jeweils 4,0 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hängen. Damit lag Sat.1 auch hinter Vox, das mit "First Dates" und "Das perfekte Dinner" auf 5,8 und 5,7 Prozent Marktanteil kam. 

Nicht gut tut die EM auch den RTLzwei-Soaps, die in diesem Jahr ohnehin schwächer unterwegs sind als noch 2020. Am Montag reichte es für "Köln 50667" und "Berlin - Tag & Nacht" zu 3,5 und 5,4 Prozent, damit konnte nur das zweitgenannte Format überzeugen. Immerhin steigerten sich beide Sendungen wieder deutlich im Vergleich zum vergangenen Freitag, da setzte es mit 1,7 und 2,7 Prozent richtig bittere Werte.