"Alle haben sich versprochen, einen langen Atem zu haben." Das hat Matthias Opdenhövel im DWDL.de-Interview gesagt, als es darum ging, was eigentlich passiert, wenn die neue Sendung, die er zusammen mit Linda Zervakis präsentiert, nicht funktioniert. Und gut möglich, dass man sich in Unterföhring den langen Atem in den kommenden Wochen noch öfter gegenseitig versprechen muss. Zum Auftakt nämlich sah es für "Zervakis & Opdenhövel. Live." richtig schlecht aus. 

Die Gesamtreichweite lag bei nur 470.000, davon kamen 330.000 Zuschauerinnen und Zuschauer aus der werberelevanten Zielgruppe. Beim jungen Publikum musste sich das neue Format daher mit sehr überschaubaren 4,6 Prozent Marktanteil begnügen. Damit war ProSieben am Montagabend auf Platz sieben der großen acht Sender - nur für Sat.1 lief es noch schlechter. Beim Gesamtpublikum erreichten Zervakis und Opdenhövel übrigens nur 1,7 Prozent Marktanteil. Dass es nicht einmal einen Neugier-Effekt gegeben hat, ist eine ziemlich schlechte Nachricht für ProSieben. Die Menschen in den kommenden Wochen einzusammeln, dürfte nicht einfach werden.

Durch den schwachen Vorlauf wurde am späten Abend auch der Staffelstart von "Uncovered" in Mitleidenschaft gezogen. Hier sahen ab 22:15 Uhr nur noch 270.000 Menschen zu, der Marktanteil beim jungen Publikum betrug 4,7 Prozent. Am Vorabend sowie am Nachmittag erzielte ProSieben mit US-Sitcoms, "taff" und "Galileo" allerdings immer mal wieder zweistellige Werte, sodass der Tagesmarktanteil am Ende bei 6,4 Prozent lag. Das ist ebenfalls kein Grund zum Jubel - aber immer noch höher als die schwache Primetime es vermuten lassen würde. Beim Gesamtpublikum erzielte ProSieben am Montag nur 2,4 Prozent Marktanteil und lag damit auf einem Niveau mit RTLplus und Sat.1 Gold, die ebenfalls auf diese 2,4 Prozent kamen. 

Gegen die übermächtige Konkurrenz aus Köln hatte ProSieben mit seinem neuen Magazin jedenfalls keine Chance. "Die Höhle der Löwen" erzielte bei Vox auch in dieser Woche Spitzenquoten. Im Vergleich zur Vorwoche konnte sich die Gründershow leicht steigern und unterhielt 2,03 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 15,4 Prozent. Nur Das Erste war beim jungen Publikum noch erfolgreicher.