Die vergangenen Wochen waren wahrlich keine einfachen für das Team von "Late Night Berlin". Seit das Format Mitte September aus der Sommerpause zurückgekehrt ist, sind die Marktanteile in der Zielgruppe durchweg einstellig, vor sieben Tagen setzte es mit 3,9 Prozent ein Allzeit-Tief. Davon konnte sich die Show nun zur 100. Folge zwar wieder leicht erholen, mit 5,5 Prozent kann man trotzdem nicht zufrieden sein. Und auch wenn man bedenkt, dass "Late Night Berlin" in den endgültig gewichteten Quoten immer noch etwas zulegt: Das ist zu wenig. 520.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen am Dienstag zu, davon waren aber nur 230.000 zwischen 14 und 49 Jahren alt.  

Die Fans der Sendung sahen zum Jubiläum unter anderem, wie Heufer-Umlauf Coldplay begrüßte und mit ihnen spielte. Direkt im Anschluss an die Sendung gab es ein "ProSieben in Concert", in der die Band Songs ihres neuen Albums vorstellte. Das wollten aber nur noch 210.000 Menschen sehen, der Marktanteil beim jungen Publikum lag bei 3,6 Prozent. ProSieben lag damit am späteren Abend noch hinter Kabel Eins, wo der Film "Miss Undercover 2" ab 22:36 Uhr auf 7,9 Prozent Marktanteil, der erste Teil der Reihe brachte es davor noch auf 5,6 Prozent. 

Mit den Quoten zur besten Sendezeit kann man bei ProSieben unterdessen zufrieden sein. 1,89 Millionen Menschen verfolgten den Film "xXx: Die Rückkehr des Xander Cage", 730.000 davon kamen aus der werberelevanten Zielgruppe - damit war ProSieben erster Verfolger von "Das Sommerhaus der Stars" bei RTL. Und auch mit den erzielten 11,3 Prozent Marktanteil kann man in Unterföhring zufrieden sein. Nach wie vor kann "Late Night Berlin" den guten Vorlauf aber nicht nutzen und schmiert regelmäßig ab. Das in die Nacht verbannte "How Fake Is Your Love" ging dann übrigens mit 3,4 Prozent Marktanteil zu Ende. 

Erfolgreichster Nischensender war am Dienstag Nitro mit einem Tagesmarktanteil in Höhe von 3,7 Prozent. Schon zur besten Sendezeit unterhielt man mit "Dante's Peak" 520.000 Menschen, das hatte 3,1 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum zur Folge. "Ausnahmezustand" steigerte sich danach auf 4,4 Prozent, mit 460.000 Zuschauerinnen und Zuschauern lag man nur knapp hinter "Late Night Berlin". "Alle unter einem Dach" (bis zu 4,9 Prozent) und "Hör mal wer da hämmert" (bis zu 4,0 Prozent) lagen am Vorabend dann ebenfalls weit über dem Senderschnitt.