Am Donnerstag hat die Handball-EM begonnen und schon einen Tag später musste die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes Turnierspiel absolvieren - das gewann sie, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, am Ende souverän, was ganz im Interesse von ARD und ZDF sein dürfte, die sämtliche deutschen Partien live übertragen. Der Auftakt gegen Belarus sorgte im Ersten dann auch prompt für gute Quoten: Durchschnittlich 3,60 Millionen Fans schalteten ab 18 Uhr ein und sorgten für einen überzeugenden Marktanteil von 15,9 Prozent.

Beim jungen Publikum lief es fast genauso gut: Dort verbuchte die Live-Übertragung einen Marktanteil von 14,9 Prozent. Das Ende der Fahnenstange dürfte damit aber noch nicht erreicht sein: Für gewöhnlich steigt das Interesse während des Turniers noch deutlich an. Von Zahlen, wie sie im Ersten erzielt wurde, blieb Eurosport 1 am Freitagabend indes weit entfernt: Dort erreichte die Partie zwischen Portugal und Island zur besten Sendezeit nur einen Marktanteil von 0,6 Prozent in der Zielgruppe sowie insgesamt 160.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Am Abend zuvor hatte das deutlich attraktivere Spiel zwischen Kroatien und Frankreich noch mehr als ein Prozent geschafft.

Auch die Biathlon-Übertragung am Nachmittag stieß bei Eurosport 1 mit 0,5 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum auf eher geringes Interesse. Während der Spartensender insgesamt nur 100.000 Menschen vor den Fernseher lockte, zählte das ZDF dagegen 3,46 Millionen Fans, die den Marktanteil auf starke 28,2 Prozent trieben. Bei den 14- bis 49-Jährigen bewegte sich die Frauen-Staffel mit 14,8 Prozent Marktanteil ebenfalls weit über den ZDF-Normalwerten. Erfolgreich war zuvor zudem schon der Ski-Weltcup, für den sich 1,46 Millionen Wintersport-Fans begeisterten.

Starke Quoten gab's für das ZDF zudem in der Primetime, wo "Der Staatsanwalt" mit 6,29 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 21,3 Prozent Marktanteil als meistgesehene Sendung hervorging. Auch der "SOKO Leipzig"-Doppelpack war mit 5,34 Millionen beziehungsweise 5,33 Millionen Zuschauenden ein voller Erfolg. Das Erste hatte dem jedoch etwas entgegenzusetzen: 4,90 Millionen Menschen lachten über die Komödie mit Jutta Speidel, deren Marktanteil sich auf 16,8 Prozent belief. Beim jungen Publkum lag der Film mit guten 9,4 Prozent Marktanteil sogar noch vor den ZDF-Krimis.