Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Mit 35 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe schnappte sich der Staffelauftakt von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" am Freitagabend einen ganz wesentlichen Teil des Quotenkuchens. Was blieb für die direkte Konkurrenz übrig? Teils weniger als üblich. Sat.1 etwa, das am Freitag generell mit nur 5,7 Prozent Tagesmarktanteil bei den Umworbenen eine schlechte Figur abgab, musste sich bei den um 22:20 Uhr gezeigten "111 schrägen Spritztouren" mit nur sechs Prozent Marktanteil in der Zielgruppe zufrieden geben. Die Clipshow machte ihre Sache immerhin besser als eine 20:15-Uhr-Folge des Formats, die bei unterirdischen 3,5 Prozent hängen blieb.

ProSiebens Film "Safe House", gestartet um 22:50 Uhr, landete bei mageren 6,4 Prozent, nachdem "Kingsman: The Secret Service" zuvor mit 9,5 Prozent noch eine recht gute Figur abgab. Mit einem Film gegen den Dschungel anzutreten versuchte auch Vox; die 22:15-Uhr-Wiederholung des schon am Abend zuvor gesendeten Streifens "Lucy" lockte jedoch gerade einmal 4,2 Prozent der Umworbenen hinter dem Ofen hervor. Die Primetime begonnen hatte Vox unterdessen mit der Eigenproduktion "Wo die Liebe hinfällt", die angesichts von 6,1 Prozent Marktanteil ein gutes Bild abgab. Gegenüber der Vorwoche schaffte es das Format, die gemessenen Werte um zwei Zehntel zu erhöhen. Auch RTLzwei überstand die Dschungel-Konkurrenz nahezu schadlos, denn der um 22:37 Uhr gestartete Film "Ghost Rider: Spirit of Vengeance" landete bei ordentlichen 5,7 Prozent und baute die Werte des 20:15-Uhr-Streifens "Hellboy" (4,3%) klar aus.

Probleme gab es bei den öffentlich-rechtlichen. Im Ersten kam eine "Tatort"-Wiederholung nach 22:15 Uhr nicht über schlechte 2,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen hinaus (insgesamt 1,79 Millionen Zusehende), im ZDF startete die "SOKO Leipzig" um 22:15 Uhr und bescherte dem Sender magere vier Prozent. Somit lief der 45 Minuten lange Krimi aber immer noch besser als "aspekte" um 23 Uhr, das diesmal auf 1,8 Prozent fiel (der niedrigste Wert seit 2018!) und das "heute journal update", das ab 23:45 Uhr lediglich 1,2 Prozent in dieser Altersklasse erreichte. Umso besser, dass immerhin Live-Sport im ZDF am Freitagabend funktionierte. Das EM-Match der deutschen Handballer gegen Norwegen brachte dem Zweiten ab 20:30 Uhr 4,99 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, damit verbunden 16,6 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen belief sich die Quote auf starke 16,8 Prozent.

Und auch im Ersten startete der Freitagabend sehr ansehnlich. Mit "Eine Liebe später", das auf 5,48 Millionen Zuschauende kam, lief ein überdurchschnittlich starker 90-Minüter auf dem "Endlich Freitag!"-Sendeplatz. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen landete die Produktion klar über Normalwerten: Gemessen wurden im Schnitt 7,9 Prozent.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV