Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

In Zusammenarbeit mit AdScanner veröffentlicht das Medienmagazin DWDL.de täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag im TV die meisten Spots geschaltet bzw. deren Spots die höchsten Reichweiten erzielt haben. Seit Anfang Mai findet die Auswertung nun also auf Produkt-Ebene statt: Sind mehrere unterschiedliche Spots für das gleiche Produkt geschaltet, zählen wir diese zusammen. So ergibt sich ein klareres Bild, wie hoch der Werbedruck für ein Produkt wirklich war.

Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone. Statt nur einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite kann AdScanner auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar machen. Daher werden aus dem branchenüblichen GRP (Gross Rating Points), der Brutto-Reichweite in Prozent, die den erzeugten Werbedruck misst, bei AdScanner der sekundengenaue XRP (Exact Rating Points), bezogen auf die gemessenen Vodafone-Haushalte.

220516 Ad2 © AdScanner

Gerade einmal neun Sekunden dauerte der Werbespot, mit dem Amazon am Montag im Fernsehen für sein Prime-Paket trommelte, doch an Aufmerksamkeit dafür mangelte es trotzdem nicht: Mit einem XRP von 68,78 belegte Amazon zum Start in die Woche den vierten Platz im Reichweiten-Ranking von AdScanner - nur knapp hinter McMakler. Der Erfolg hängt auch damit zusammen, dass ein Großteil der Spots bei RTL und Vox liefen. Aber auch bei ProSieben und Sat.1 sammelte Amazon weitere Reichweiten-Punkte.

Zum Verständnis der XRP: Hier handelt es sich um eine Brutto-Reichweite, die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung wird somit aufaddiert. Ein Beispiel: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.

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Im Fern-Duell mit RTL+ hatte Amazon letztlich aber das Nachsehen: Weil RTL sogar 135 Mal für seinen Streamingdienst warb und damit deutlich häufiger als Amazon, katapultierte sich RTL+ mit einem XRP von 81,73 letztlich auf den zweiten Rang. Erfolgreicher war am Montag nur Check24, das weiterhin kräftig die Werbetrommel rührt. Die meisten Spots, nämlich fast jeder Vierte, entfiel dabei auf den Nachrichtensender ntv, gefolgt von RTLzwei.

Zu den Unternehmen, die am häufigsten warben, gehörte zum Start in die Woche der Pay-TV-Sender Sky, der mit 162 Ausstrahlungen auf einen XRP von 57,15 kam, sich also hinter RTL+ und Amazon Prime einsortierte. Die mit Abstand meisten Spots kamen am Montag jedoch einmal mehr von Smava: Ganze 262 Mal konnte man im Fernsehen auf die Werbung treffen.