Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

In Zusammenarbeit mit AdScanner veröffentlicht das Medienmagazin DWDL.de täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag im TV die meisten Spots geschaltet bzw. deren Spots die höchsten Reichweiten erzielt haben. Seit Anfang Mai findet die Auswertung nun also auf Produkt-Ebene statt: Sind mehrere unterschiedliche Spots für das gleiche Produkt geschaltet, zählen wir diese zusammen. So ergibt sich ein klareres Bild, wie hoch der Werbedruck für ein Produkt wirklich war.

Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone. Statt nur einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite kann AdScanner auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar machen. Daher werden aus dem branchenüblichen GRP (Gross Rating Points), der Brutto-Reichweite in Prozent, die den erzeugten Werbedruck misst, bei AdScanner der sekundengenaue XRP (Exact Rating Points), bezogen auf die gemessenen Vodafone-Haushalte.

xrp220521 © AdScanner

61 Werbespots schaltete der Wettanbieter bwin an den zurückliegenden sieben Tagen. Mit zwischen neun und drei geschalteten Spots war das Unternehmen vom 15. bis 20. Mai also nicht allzu präsent im deutschen Fernsehen. Das änderte sich nun am Samstag schlagartig, als man 28 Werbeplätze belegte. Der Grund ist recht einfach erklärt. Der Sender wirbt nur im Sportumfeld. Schon in den zurückliegenden sieben Tagen wurde nur im Ersten, bei RTL, in Sat.1, auf verschiedenen Sky-Sport-Sendern sowie bei Sport1 gebucht.

werbung220521 © AdScanner

Neben dem Ersten und Sky war es demnach auch am Samstag nur Sport1, das belegt wurde. Sehr gefragt war unter anderem ein Spot, der im Ersten rund zehn Minuten vor dem Anpfiff des Finals zu sehen war. Allein er kam auf rund 5,4 XRP-Punkte. Insgesamt sammelte bwin am Samstag rund 71 XRP-Punkte. Noch erfolgreicher war am Samstag nur RTL Interactive mit Werbung für den Streamingdienst RTL+ unterwegs. Auf Rang drei landete Check 24, dessen 110 Spots für rund 68 XRP-Punkte sorgten.

Zum Verständnis der XRP: Hier handelt es sich um eine Brutto-Reichweite, die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung wird somit aufaddiert. Ein Beispiel: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.