Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Versteckt im Spätabend- und Nachtprogramm hat RTLzwei am Montag neue Folgen der Serie "Wir sind jetzt" gezeigt. Die für ein sehr junges Programm ausgerichtete Produktion hat sicherlich die Chance, non-linear Publikum einzusammeln. Linear gelang das nur sehr begrenzt. Kurzum: Die vier ab 22:10 Uhr gezeigten Episoden waren ein Quotenflop. Als Lead-Out des genau fünf Prozent in der Zielgruppe holenden Films "American Pie – Jetzt wird geheiratet", ließ schon die erste frische "Wir sind jetzt"-Folge die Marktanteile auf 2,5 Prozent purzeln.

Nach 23:11 Uhr schaffte es die dann zweite Folge auf nicht mehr als durchschnittlich 1,5 Prozent. Die Reichweiten der beiden vor Mitternacht gestarteten Episoden lagen bei ebenfalls enttäuschenden 0,24 und 0,12 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Die Folgen drei und vier, die nachts im RTLzwei-Programm Platz fanden, kamen schließlich auf 2,2 und 2,3 Prozent. Somit lag der Sender beispielsweise weit hinter Kabel Eins. Dort sicherte sich der zur besten Sendezeit gestartete Film "Indiana Jones und der Tempel des Todes" gute 5,1 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen. Ab kurz vor 23 Uhr kam "Jackie Chan – Das Medaillon" sogar auf 6,3 Prozent. Die gemessenen Reichweiten lagen im Schnitt bei 0,99 und 0,51 Millionen.

Davon, dass Sat.1 im Vergleich zu Kabel Eins eigentlich der deutlich größere Sender ist, war wenig zu sehen. Immerhin darf attestiert werden: "111" machte seine Sache am Sat.1-Montag immerhin besser als zuletzt "Birgits starke Frauen", jene Sendung, die nach der zweiten Ausstrahlung wegen Zuschauermangels abgesetzt wurde. So kamen abgefahrene Verkehrskracher ab 20:15 Uhr auf 0,90 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und 5,1 Prozent in der Zielgruppe. Nach 22:18 Uhr steigerten sich "alberne Angeber" auf sieben Prozent Marktanteil. 0,72 Millionen Menschen ab drei Jahren schauten zu.

Einen guten Abend erwischten unterdessen ARD und ZDF. Im Ersten punktete "Amerikas beste Idee", eine 45-Minuten-Doku, mit wirklich starken 10,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. "Hart aber fair" sicherte sich danach noch gute 8,3 Prozent. Insgesamt lag die Sehbeteiligung bei der Doku bei 2,97 Millionen, der anschließende Talk verbuchte zweieinhalb Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Um 18 Uhr hatte sich bereits das Ratespiel "Gefragt – gejagt" zurückgemeldet. 2,12 Millionen Fans sorgten hier für gute 14,9 Prozent, die aber noch ein Stück unterhalb des von "Wer weiß denn sowas?" gewohnten Levels lagen.

Meistgesehene Primetime-Sendung beim Publikum insgesamt war der ZDF-Fernsehfilm der Woche namens "Gut gegen Nordwind", der auf 3,32 Millionen zusehende Menschen kam. Damit verbuchte das Zweite 13,5 Prozent Marktanteil. Bei den Jüngeren lag die ermittelte Quote bei 7,1 Prozent.   

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV