Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

In Zusammenarbeit mit AdScanner veröffentlicht das Medienmagazin DWDL.de täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag im TV die meisten Spots geschaltet bzw. deren Spots die höchsten Reichweiten erzielt haben. Seit Anfang Mai findet die Auswertung nun also auf Produkt-Ebene statt: Sind mehrere unterschiedliche Spots für das gleiche Produkt geschaltet, zählen wir diese zusammen. So ergibt sich ein klareres Bild, wie hoch der Werbedruck für ein Produkt wirklich war.

Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone. Statt nur einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite kann AdScanner auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar machen. Daher werden aus dem branchenüblichen GRP (Gross Rating Points), der Brutto-Reichweite in Prozent, die den erzeugten Werbedruck misst, bei AdScanner der sekundengenaue XRP (Exact Rating Points), bezogen auf die gemessenen Vodafone-Haushalte.

xrp220620 © AdScanner

Die hohen Temperaturen, weit über 30 Grad waren es am Wochenende und auch am Montag war es draußen noch überdurchschnittlich warm, dürften bei den Bürgerinnen und Bürgern des Landes die Lust nach Abkühlung geweckt haben. 66 Mal warb Ferrero am Montag für das Ferrero Rocher Eis. Und geworben wurde hauptsächlich dann, wenn es draußen heiß oder drückend-schwül war. Morgens und vormittags – also im Zeitraum von sechs bis 13 Uhr, liefen nur rund 14 Prozent der Spots. Zwischen 13 und 20 Uhr wurde die Hälfte der Spots platziert, knapp 30 Prozent zudem zur klassischen Primetime.

Dabei setzte Ferrero auf einen interessanten Sendermix. Mehr als jede fünfte Buchung entfiel auf Vox, häufig gebucht wurde auch bei RTL, ProSieben und VoxUp. Auch RTLzwei und Sat.1 wurden bedacht. Interessant ist aber auch, dass rund 10 Prozent der Buchungen auf Tele5 entfielen und in der Nische auch 13th Street, Sky Sport News und Warner TV Comedy belegt wurden.

werbung220620 © AdScanner

All das reichte, um die Eiswerbung auf einen XRP von fast 62 zu bringen, was das achtbeste Ergebnis des Tages war. Zum Verständnis der XRP: Hier handelt es sich um eine Brutto-Reichweite, die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung wird somit aufaddiert. Ein Beispiel: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären. 

Vorne dominierte RTL Plus, das durch Spots auf den eigenen Sendern erneut auf eine hohe Aufmerksamkeit gelangte und dessen XRP bei rund 85 lag. Auch für die am Montag gestartete LGBTIQ-Woche trommelte man recht laut. Über 50 Spots liefen den Tag über verteilt, daraus folgte ein XRP-Wert von rund 60, der ebenfalls einen Platz unter den besten zehn ermöglichte.